TSMC und Sony bauen Chipfabrik in Japan

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TSMC (Bild: TSMC)

Sie stecken sieben Milliarden Dollar in ihr neues Joint Venture. Sony hält daran einen Anteil von 20 Prozent. Die Fabrik soll vor allem 22- und 28-Nanometer-Chips produzieren.

Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) und Sony haben den Bau einer Chipfabrik in Japan angekündigt. Dafür wollen beide Unternehmen 7 Milliarden Dollar investieren. Der neue Standort in Japan soll im Jahr 2024 die Massenproduktion aufnehmen.

Betrieben wird die Chipfabrik von einem Joint Venture von TSMC und Sony namens Japan Advanced Semiconductor Manufacturing (JASM). Allerdings verfolgen beide Unternehmen nicht das Ziel, möglichst fortschrittliche Chips zu fertigen. Stattdessen sollen Chips mit Strukturbreiten von 22 und 28 Nanometern produziert werden, um die aktuelle weltweite Chip-Knappheit zu mindern.

Von den geplanten Baukosten von 7 Milliarden Dollar übernimmt Sony demnach 500 Millionen Dollar. Dafür erhält der japanische Elektronikkonzern einen Anteil von 20 Prozent an dem Joint Venture.

“Wir gehen davon aus, dass die weltweite Halbleiterknappheit noch länger andauern wird, und wir erwarten, dass die Partnerschaft mit TSMC dazu beitragen wird, eine stabile Versorgung mit Logikwafern sicherzustellen, nicht nur für uns, sondern auch für die gesamte Branche”, sagte Terushi Shimizu, CEO und Präsident von Sony Semiconductor Solutions.

Das Board of Directors von TSMC gab zudem weitere Investitionen in Höhe von 9 Milliarden Dollar frei. Sie sollen in den Bau weiterer Produktionskapazitäten sowie in Technologie-Upgrades fließen. Wie der Branchendienst Nikkei berichtet, plant TSMC unter anderem eine weitere Fabrik im taiwanischen Kaohsiung. Dort sollen neben 28-Nanometer-Chips auch Chips in einem fortschrittlichen 7-Nanometer-Verfahren produziert werden.

Schon im Sommer hatte TSMC versprochen, vor allem die Produktion von einfachen Chips wie sie von der Automobilindustrie benötigt werden, hochzufahren. Die Kapazitäten sollen bis zum Jahresende 60 Prozent höher sein als im Jahr 2020 und 30 Prozent höher als vor der Corona-Pandemie.

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