Gartner: Smartphonemarkt schrumpft 6,8 Prozent im dritten Quartal

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Gartner (Bild: Gartner)

Samsung behauptet sich als größter Smartphonehersteller vor Apple und Xiaomi. Samsung ist aber auch der einzige Top-5-Anbieter, dessen Absatzzahlen schrumpfen.

Die weltweiten Smartphoneverkäufe sind im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,8 Prozent eingebrochen. Die Marktforscher von Gartner führen den Rückgang auf fehlende Bauteile zurück, die wiederum Produktionsverzögerungen zur Folge hatten.

“Trotz der starken Verbrauchernachfrage sind die Smartphone-Verkäufe aufgrund verzögerter Produkteinführungen, längerer Lieferfristen und unzureichender Lagerbestände bei den Vertriebskanälen zurückgegangen”, sagte Anshul Gupta, Senior Research Director bei Gartner. “Lieferengpässe wirkten sich auf den Produktionsplan von Basis- und Gebrauchs-Smartphones viel stärker aus als auf Premium-Smartphones.”

Gartner zufolge fehlten vor allem Mobilfunk- und Power-Management-Chips. Trotz der rückläufigen Absatzzahlen hätten die Verkäufe von Premium-Smartphones zugelegt – wovon vor allem Apple profitierte.

Das Unternehmen aus Cupertino holte sich von Xiaomi den zweiten Platz im Smartphone-Ranking zurück. Mit 48,46 Millionen Einheiten verkaufte Apple in den Monaten Juli, August und September rund 20 Prozent mehr iPhones als im dritten Quartal 2020. Apples Marktanteil erhöhte sich dadurch um 3,1 Punkte auf 14,2 Prozent.

Xiaomis Verkäufe hingegen stagnierten im fraglichen Zeitraum. Trotzdem baute das chinesische Unternehmen seinen Marktanteil um 0,9 Punkte auf 13 Prozent aus. Auch Vivo und Oppo steigerten ihre Anteile, Vivo auf 10,5 Prozent und Oppo auf 9,8 Prozent. Damit ermittelte Gartner immerhin für vier Anbieter in den Top 5 höhere Absatzzahlen als vor einem Jahr.

Der einzige Top-Anbieter mit rückläufigen Verkäufen war Samsung. Für das koreanische Unternehmen zählten die Marktforscher rund 69 Millionen Einheiten, 11 Millionen weniger als vor einem Jahr. Trotzdem behaupte Samsung seine Führungsposition im Smartphonemarkt, und zwar mit einem immer noch recht komfortablen Vorsprung von 6 Prozentpunkten vor Apple.

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