Panasonic bestätigt Cyberangriff und Kompromittierung von Firmendaten

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Hacked (Bild: Shutterstock)

Das japanische Unternehmen entdeckt den Vorfall erst am 11. November. Die Hacker haben aber schon seit Juni Zugriff auf einen Dateiserver. Die Untersuchung des Vorfalls dauert noch an.

Der japanische Technikkonzern hat einen Hackerangriff eingeräumt. Entdeckt wurde der Einbruch in die Systeme des Unternehmens am 11. November. Ersten Ermittlungen zufolge kompromittierten die unbekannten Täter einen Dateiserver und griffen dabei auf dort gespeicherte Daten zu.

“Nachdem das Unternehmen den unbefugten Zugriff entdeckt hatte, meldete es den Vorfall sofort den zuständigen Behörden und leitete Sicherheitsmaßnahmen ein, einschließlich Maßnahmen zur Verhinderung des externen Zugriffs auf das Netzwerk”, heißt es in einer Pressemitteilung von Panasonic. “Zusätzlich zu den eigenen Ermittlungen arbeitet Panasonic derzeit mit einer spezialisierten Drittorganisation zusammen, um das Leck zu untersuchen und festzustellen, ob die Verletzung persönliche Daten von Kunden und/oder sensible Informationen im Zusammenhang mit der sozialen Infrastruktur betraf.”

Zu weiteren Details des Angriffs machte Panasonic keine Angaben. Japanische Medien berichteten indes, die Hacker seien bereits am 22. Juni in das Netzwerk von Panasonic eingedrungen und hätten bis einschließlich 3. November Zugriff auf Systeme von Panasonic gehabt. Diese Angaben bestätigte das Unternehmen später im Gespräch mit TechCrunch.

Auf dem gehackten Server soll Panasonic Informationen über Geschäftspartner sowie Technologien des Unternehmens vorgehalten haben. “Wir können nicht vorhersagen, ob er sich auf unser Geschäft oder unseren Geschäftserfolg auswirken wird, aber wir können die Möglichkeit eines schwerwiegenden Vorfalls auch nicht ausschließen”, erklärte Panasonic gegenüber der japanischen Nachrichtenseite Mainichi. Demnach ist auch nicht ausgeschlossen, dass Daten von Kunden kompromittiert wurden.

Im vergangenen Jahr war eine Tochter von Panasonic bereits ein Opfer von Cybererpressern. Auch bei diesem Vorfall ging es um Geschäftsdaten des Unternehmens.

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