US-Handelsbehörde FTC klagt gegen Zusammenschluss von Nvidia und ARM

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Nvidia Logo (Bild: Nvidia)

Nvidia erhält laut FTC Zugriff auf vertrauliche Informationen von Mitbewerbern. Darin sieht die Behörde einen Interessenkonflikt.

Die US-Handelsbehörde Federal Trade Commission (FTC) hat eine Klage eingereicht, um die geplante Übernahme von ARM durch Nvidia für 40 Milliarden Dollar aufzuhalten. Die FTC unterstellt, dass der Zusammenschluss der beiden Unternehmen dem freien Wettbewerb schadet.

Der Klage zufolge würde die Übernahme von ARM Nvidia die Möglichkeit geben, auf Chiplieferungen und auch Chipentwicklungen für Mitbewerber Einfluss zu nehmen. Dadurch soll Nvidia aber nicht nur seinen Konkurrenten schaden, sondern auch Innovationen in verschiedenen Technologiebereichen wie Cloud, Rechenzentren und Autonome Fahrzeuge einschränken.

“Der geplante Zusammenschluss würde Nvidia die Möglichkeit und den Anreiz geben, seine Kontrolle über diese Technologie zu nutzen, um seine Konkurrenten zu schwächen, was den Wettbewerb einschränken und letztlich zu einer geringeren Produktqualität, weniger Innovation, höheren Preisen und einer geringeren Auswahl führen würde, was den Millionen von Amerikanern schaden würde, die von ARM-basierten Produkten profitieren”, teilte die FTC mit.

Darüber hinaus erhalte Nvidia Zugang zu vertraulichen und für den Wettbewerb relevanten Informationen von Lizenznehmern von ARM, von denen einige Konkurrenten von Nvidia seien. Daraus leitet die Behörde einen Interessenskonflikt ab.

Gegen die Übernahme von ARM durch Nvidia sind nicht nur Kunden von ARM wie Qualcomm und Apple. Auch die Kartellwächter in Großbritannien und der EU prüfen den Zusammenschluss detailliert beziehungsweise haben ähnliche Bedenken geäußert wie jetzt die FTC. Unterstützung erhält Nvidia indes von Broadcom, MediaTek und Marvell.

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