Sicherheitslücke in KCodes NetUSB Kernel betrifft Millionen Geräte

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Die Software steckt in Routern, Druckern und Storage-Geräten. Sie stellt USB-Funktionen über das Netzwerk bereit. Unter anderem setzen Netgear, DLink und Western Digital den NetUSB Kernel ein.

Der Sicherheitsanbieter SentinelOne hat eine schwerwiegende Anfälligkeit in einer proprietären Software entdeckt, die Router, Drucker und Speichergeräte in die Lage versetzt, USB-Funktionen über das Netzwerk anzubieten. Der Bug in der NetUSB genannten Software von KCodes wird als kritisch eingestuft und erlaubt das Einschleusen und Ausführen von Schadcode aus der Ferne.

Entdeckt wurde die Sicherheitslücke vom Forscher Max von Amerongen bei der Untersuchung eines Geräts von Netgear. Er stellte fest, dass das Kernel-Modul NetUSB von KCodes die Größe von über eine Remote-Verbindung erhaltene Pakete nicht korrekt prüft. Das wiederum soll einen Heap-Puffer-Überlauf ermöglichen.

Amerongen geht jedoch davon aus, dass es aufgrund bestimmter Einschränkungen beim Coding schwierig sein wird, einen funktionierenden Exploit zu entwickeln. Ein solcher Exploit würde jedoch zu einer Code-Ausführung im Kernel führen.

KCodes wiederum lizenziert seine Lösungen an zahlreiche Hersteller, weswegen SentinelOne davon ausgeht, dass Millionen von Router-Geräten bei Endnutzern betroffen sind. Zu den Kunden von KCodes gehören unter anderem Netgear, TP-Link, DLink und Western Digital. Laut SentinelOne wurde sie bereits über die Schwachstelle informiert.

KCodes kennt den Fehler sogar bereits seit 9. September. Ein erster Proof-of-Concept für einen Patch wurde am 4. Oktober veröffentlicht und am 17. November an alle Gerätehersteller verschickt. Firmware-Updates liegen schon vor oder sind bei den jeweiligen Geräteherstellern in Arbeit. Weitere Details liefert eine Sicherheitswarnung von Netgear. Aktive Angriffe wurde indes bisher nicht beobachtet.

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