Microsoft verbessert WLAN-Sicherheit von Windows 10

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Windows (Bild: Microsoft)

Das Betriebssystem unterstützt künftig WPA3 H2E. Das Protokoll schützt die WPA3-Verschlüsselung vor bestimmten Seitenkanal-Angriffen. Vorerst testet Microsoft die neue Funktion nur im Insider-Programm.

Microsoft hat den Release Preview Channel des Insider Program aktualisiert. Nutzer erhalten darüber ab sofort eine neue Vorabversion des kommenden Funktionsupdates für Windows 10, Version 21H2. Künftig verschlüsselt Windows 10 WLAN-Verbindungen per WPA3 H2E.

Der neue Standard Hash-to-Element (H2E) verbessert den Schutz vor WLAN-Side-Channel-Angriffen, die als DragonBlood bezeichnet werden, wie BleepingComputer berichtet. Hacker sind demnach unter Umständen in der Lage, ein WPA3-Passwort zu stehlen. Allerdings wird WPA3 H2E nur auf kompatibler Hardware unterstützt.

Neu ist auch eine neue Deployment-Methode für Windows Hello for Business, genannt Cloud Trust. Sie soll eine vereinfachte passwortlose Einrichtung ermöglichen und den Vorgang auf wenige Minuten verkürzen.

Das Windows Subsystem for Linux und Azure IoT Edge für Linux von Windows erhalten indes Support für GPU-Computing. Nutzer können so für Machine Learning und AI-Entwicklung Nvidia Cuda und DirectML einsetzen – aufwändige Arbeitslasten werden so zum Teil durch die Grafikeinheit beschleunigt. Auch häufig verwendete Frameworks wie PyTorch und TensorFlow werden direkt in WSL2 unterstützt, wie BleepingComputer anmerkt.

Die neue Preview behebt aber auch zahlreiche Fehler. Unter anderem wurde die Stabilität der Dienste Windows Remote Management (WinRM) und Windows Management Instrumentation (WMI) verbessert. Auch ein Problem, dass dazu führte, dass ein externer Monitor nach der Rückkehr aus dem Ruhezustand schwarz blieb, soll der Vergangenheit angehören.

Weitere Korrekturen betreffen USB-Kopfhörer, das Kopieren und Einfügen von Text in Office-365-Apps, Windows Defender Exploit Protection und die Synchronisationseinstellungen von OneDrive. Außerdem haben die Entwickler 1400 neue Mobile-Device-Management-Regeln hinzugefügt. Eine Übersicht aller Änderungen liefert ein Eintrag im Windows Insider Blog.

Die finale Version des 21H2-Updates soll im Lauf des zweiten Halbjahrs erscheinen. Sollte Microsoft einem ähnlichen Zeitplan folgen wie in den Vorjahren, könnte die Verteilung bereits im Oktober starten.

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