Inoffizieller Patch für Zero-Day-Lücke in Windows erhältlich

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Windows (Bild: Microsoft)

Microsoft beseitigt eine Sicherheitslücke im August nur unvollständig. Der sogenannte Micropatch soll nun vor Angriffe auch die Schwachstelle schützen. Er ist kostenlos, erfordert aber ein Nutzerkonto beim Anbieter 0patch.

Der Micropatching-Service 0patch hat einen inoffiziellen und kostenlosen Patch für eine Zero-Day-Lücke in Windows veröffentlicht. Er steht für Windows 10 Version 1909 bis Version 21H1 sowie Windows Server 2019 zur Verfügung. Er soll vor Angriffen auch die Schwachstelle mit der Kennung CVE-2021-34484 schützen.

Eigentlich hatte Microsoft bereits im August auf den Fehler reagiert und ein Update zur Verfügung gestellt. Wie Bleeping Computer berichtet stellte sich jedoch heraus, dass Microsoft nur die “Symptome” des Bugs beseitigte, nicht aber dessen eigentliche Ursache. Das erlaubte es dem Sicherheitsforscher Abdelhamid Naceri, der den ursprünglichen Fehler entdeckt und an Microsoft gemeldet hatte, einen Bypass-Exploit zu entwickeln.

Laut Microsoft lässt sich die Anfälligkeit nur von einem bereits angemeldeten Nutzer missbrauchen. Allerdings sind alle Versionen von Windows betroffen, inklusive Windows 11 und Windows Server 2022. Dem Bericht zufolge wies Naceri zudem darauf hin, dass in einer Netzwerkumgebung ein Zugang zu einem Domänen-Konto ausreichend sei, um die Schwachstelle anzugreifen. Microsoft soll zudem inzwischen bestätigt haben, dass ein neuer Patch in Arbeit sei.

Nutzer können den kostenlosen Patch auf der Website von 0patch herunterladen. Zuvor muss allerdings ein ebenfalls kostenloses Nutzerkonto erstellt werden. Gratis werde der Patch nur angeboten, bis Microsoft ein offizielles Update veröffentlicht habe, so 0patch-Gründer Mitja Kolsek. Ein Neustart des Systems nach der Installation des Micropatch sei nicht erforderlich.

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