Joint Venture Cofinity-X treibt Datenökosystem Catena-X an

Cofinity-X soll Aufbau von durchgängigen Datenketten zur Rückverfolgbarkeit von Materialflüssen über die Wertschöpfungskette ermöglichen.

Mit der Gründung von Cofinity-X leiten BASF, BMW Group, Henkel, Mercedes-Benz, SAP, Schaeffler, Siemens, T-Systems, Volkswagen und ZF den nächsten Schritt zur Umsetzung der Catena-X Initiative in Europa ein. Cofinity-X möchte eine der ersten Betreibergesellschaften werden, die Produkte und Dienstleistungen für den sicheren Austausch von Daten entlang der automobilen Wertschöpfungskette im Rahmen des Catena-X Datenökosystems anbietet. Die ersten Produkte und Dienstleistungen werden ab Ende April 2023 verfügbar sein.

 „Mit der Gründung der ersten Catena-X-Betriebsgesellschaft sind wir unserem gemeinsamen Ziel nun einen großen Schritt nähergekommen, ein cloud-basiertes Daten-Netzwerk über Europa zu spannen. Für eine digitalisierte, europäische Automobilindustrie. Ein Netzwerk, das auf Datensouveränität, DSGVO-Konformität und höchsten Sicherheitsstandards basiert”, sagt Telekom-Chef Timotheus Höttges.

Lösungen für Nachhaltigkeit, Rückverfolgbarkeit und Kreislaufwirtschaft

 Cofinity-X soll Anwendungen und Dienstleistungen für die Nachhaltigkeit, Rückverfolgbarkeit, Kreislaufwirtschaft oder intelligente Verwaltung von Geschäftspartnerdaten bereitstellen. Unter anderem können Unternehmen die Transparenz über den eigenen CO2-Fußabdruck erhöhen und Maßnahmen zur Erreichung und Verbesserung gesetzter Nachhaltigkeitsziele ableiten.

Teile und Komponenten lassen sich über die eigene Wertschöpfungskette hinweg verfolgen – von Rohstoffen bis zu recycelten Teilen. In Zeiten von Lieferengpässen bieten Anwendungen zur Rückverfolgbarkeit entscheidende Einblicke und helfen die Widerstandsfähigkeit der Lieferketten zu erhöhen.

Informationen über den Zustand von Teilen und Komponenten können bei Lieferanten und Kunden transparent dargestellt werden, um diese ordnungsgemäß wiederzuverwenden. Durch die Einführung der Kreislaufwirtschaft können Unternehmen das Verhältnis von recyclingfähigen Materialien in ihren Produkten verbessern und Abfälle reduzieren.

„Die zunehmenden Anforderungen zur Rückverfolgbarkeit aller Materialien über die gesamte Wertschöpfungskette ist einer der Schlüsselfaktoren für Cofinity-X. Wir werden ein wichtiger Teil eines schnell skalierbaren Ökosystems sein, an dem alle Unternehmen der automobilen Wertschöpfungskette gleichermaßen partizipieren können. Daher wird unser Produktangebot durchgängige Datenketten initiieren sowie Wert für alle Teilnehmer generieren”, sagt Alexander Schleicher, Geschäftsführer Cofinity-X. 

 

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