Welche Rolle spielt die ITK im Jahr 2020? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Diskussionsrunde ‘Systems Visionen’, die am 17. September in München stattfand. Moderiert wurde die Veranstaltung vom Trendforscher Lars Thomsen, Chef des Beratungsbüros future matters. Für Thomsen behält die IT ihre revolutionäre Kraft und zentrale Rolle in der Gestaltung des privaten und beruflichen Lebens: “Das Jahr 2020 erscheint uns noch in weiter Ferne, aber in weniger als 590 Wochen sind wir schon dort.”

“Die ITK-Industrie wird in dieser Zeit mehr Innovationen hervorbringen als je zuvor. Und noch einmal wird sie die Art und Weise revolutionieren, in der Unternehmen und Menschen arbeiten, kommunizieren und Geld verdienen. Ein entscheidender Faktor wird künstliche Intelligenz sein: Deutschlands knappste Ressourcen sind zukünftig ‘Human Ressources’. Daher muss und wird die ITK Menschen helfen, Informationen besser zu nutzen, Freiräume zu schaffen, Kreativität zu entwickeln und die Innovationskraft zu stärken.”

“Die IBM-Vision für 2020 in Sachen IT sieht global integrierte Unternehmen, deren Geschäftsprozesse und darunterliegende Infrastrukturen flexibel, atmungsfähig, sicher und in hohem Maß intelligent sind”, sagte Frank Sawatzke, Director of Marketing and Strategy bei IBM Deutschland. Bis dahin werde die IT praktisch alle Lebensbereiche erschlossen haben und bisher noch bestehende Barrieren im Privatbereich – wie etwa bei Real-Time-Übersetzung – überwinden helfen.

“Die IT wird dabei auch dafür sorgen, dass die meisten Menschen jederzeit auf alle benötigte Daten an praktisch allen Orten Zugang haben können – ihre medizinischen Daten, aber auch ihre präferierte Musik oder sonstige Inhalte. Die IT wird für Anwender dabei weniger komplex sein, denn die Komplexität wird sich hinter automatisierten Systemen verbergen. Die IT wird in der Lage sein, zu den drängenden Problemen der Menschheit – globale Entwicklung, Sicherung der natürlichen Ressourcen, Wissen und Bildung – einen wichtigen Beitrag leisten zu können.”

“Im Jahr 2020 haben sich neue Formen der Zusammenarbeit in vielen Unternehmen etabliert”, so Ralph Haupter, Business and Marketing Officer bei Microsoft Deutschland. “Künftig werden immer mehr Menschen arbeiten, wann und wo sie wollen. Die Produktivität eines Unternehmens wird durch Zielvorgaben, nicht durch starre Arbeitszeiten gesteuert.”

“Moderne IT-Strukturen und Applikationen geben den Mitarbeitern ein hohes Maß an Flexibilität und Freiheit, wie sie diese Vorgaben erreichen. Heutige innovative Technologien wie Unified Communications, Collaboration oder der leichte Zugriff auf Business-Intelligence-Daten in Echtzeit werden Standard sein”, meinte Haupter.

“Die meisten Unternehmen profitieren dann von flexiblen und dynamischen IT-Strukturen. De facto wird dies oft ein Mix aus eigenen Rechenzentren, angemieteten Online-Services und leistungsstarken Endgeräten mit intuitiver Benutzeroberfläche sein, die Mitarbeitern zudem ein hohes Maß an Mobilität ermöglichen.”

“Dabei werden zunehmende Standardisierung und Interoperabilität zwischen einzelnen Systemkomponenten den Aufwand für die bloße Wartung im Vergleich zu heute deutlich reduzieren. Heute fließen durchschnittlich rund 80 Prozent der IT-Budgets in die Aufrechterhaltung der IT-Strukturen. Nur 20 Prozent in Innovationen. Bei Microsoft arbeiten wir daran, dieses Verhältnis umzudrehen und IT vom reinen Cost Center zum Business Enabler und damit zu einem Wettbewerbsvorteil für Unternehmen zu entwickeln.”

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Silicon-Redaktion

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