macOS High Sierra 10.13.4 zeigt Warnung vor 32-Bit-Anwendungen

MacWorkspace

Ab macOS High Sierra 10.13.4 erzeugen Anwendungen, die nicht auf 64-Bit aktualisiert wurden, beim Öffnen einen einmaligen Alarm. Dies gibt den Anwendern vorab Hinweise darauf, dass sie 32-Bit-Software einsetzen, die ab der nächsten macOS-Version nicht mehr unterstützt wird.

Auf seiner letzten Worldwide Developers Conference im Juni 2017 hatte Apple Entwickler darüber informiert, dass macOS High Sierra 10.13 die letzte Desktop-Betriebssystemversion ist, die 32-Bit-Anwendungen unterstützt. Mit der Version 10.13.4 informiert der Konzern nun auch Nutzer beim erstmaligen Öffnen eines 32-Bit-Programms darüber, dass dieses nicht für macOS optimiert sei. Entsprechende Anwendungen lassen sich unter High Sierra zwar noch ausführen, aber vermutlich nicht mehr unter macOS 10.14 nutzen. Einen genauen Zeitplan hat das Unternehmen indes noch nicht bekannt gegeben.

macOS High Sierra: 32-Bit-Warnung (Bild: Apple)
macOS High Sierra: 32-Bit-Warnung (Bild: Apple)

Apple weist darauf hin, dass bestimmte Technologien wie die Grafikschnittstelle Metal von Anwendungen nur genutzt werden können, wenn sie 64-Bit-kompatibel sind. “Um sicherzustellen, dass die Anwendungen, die Sie kaufen, genauso fortschrittlich sind wie der Mac, auf dem Sie sie ausführen, muss die gesamte zukünftige Mac-Software 64-Bit sein.”

Mit der jetzt aktivierten Warnung beim Ausführen von 32-Bit-Anwendungen versucht Apple auch über die Anwender Druck auf die Entwickler aufzubauen, ihre Apps auf 64-Bit zu portieren. “Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um mit dem Softwareentwickler zu klären, ob 64-Bit-Versionen Ihrer Lieblingstitel verfügbar sind. Der einfachste Weg, einen Entwickler zu kontaktieren, ist, ihn im Internet nachzuschlagen. Um den Namen des Entwicklers einer Anwendung zu finden, öffnen Sie die Anwendung, klicken Sie auf den Namen der Anwendung in der Menüleiste und wählen Sie “Über….”.

Die Umstellung auf 64-Bit könnte größere Probleme als unter iOS 11 verursachen. Zahlreiche Anwendungen liegen derzeit nur in 32-Bit vor. Und dass seit Januar für alle neuen Apps, die über den Mac App Store vertrieben werden, eine 64-Bit-Pflicht besteht, dürfte daran nur wenig ändern. Schließlich gibt es sehr viele Anwendungen, die nicht über den Mac App Store erhältlich sind. Man darf also gespannt sein, ob beispielsweise ein Druckerhersteller noch Treiber und Bediensoftware auf 64-Bit portiert, wenn das Gerät schon einige Jahre auf dem Markt ist.

Unter macOS werden unter Systeminformationen – Software – Programme sämtliche installierten Anwendungen aufgelistet. Mit einem Klick auf die Spalte 64-Bit (Intel) erhält man ein sortierte Ansicht. Anwendungen, die in dieser Spalte mit „Nein“ gekennzeichnet sind, bieten lediglich 32-Bit-Support und sind damit zu macOS 10.14 nicht mehr kompatibel.

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