Jüngste Patches für Windows Server sorgen für Probleme mit Domänencontrollern

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Updates Patches (Bild: Shutterstock/Pavel Ignatov)

Sie lösen unter Umständen wiederholte Neustarts aus. Betroffen sind alle unterstützten Versionen von Windows Server. Einschränkungen treten möglicherweise auch bei Hyper-V und dem Dateisystem ReFS auf.

Die Anfang der Woche im Rahmen des Januar-Patchdays bereitgestellten Updates für Windows Server bereiten Administratoren offenbar zum Teil schwerwiegende Probleme. Wie BleepingComputer berichtet treten sie in Umgebungen mit aktivierten Domänencontroller auf. Auf Installationen mit Microsofts Hypervisor Hyper-V sowie mit dem Dateisystem ReFS formatieren Volumes sind betroffen.

Auslöser sind die Updates KB5009624 für Windows Server 2012, KB5009557 für Windows Server 2019 und KB5009555 für Windows Server 2022. Sie führen unter anderem dazu, dass unter allen unterstützten Versionen von Windows Server der Domänencontroller wiederholte spontane Neustarts auslöst. Dem Bericht zufolge soll der Prozess Lsass.exe die CPU vollständig auslasten und schließlich abstürzen, was dann einen Reboot zur Folge hat. Laut einem Eintrag auf Reddit wird der Prozess mit dem Status-Code 1073741819 beendet.

Ein weiteres Problem, dass nach dem Patchday auftritt, ist, dass Hyper-V auf einem Windows Server nicht mehr startet. Hiervon soll allerdings in erster Linie Windows Server 2012 R2 betroffen sein.

Darüber hinaus berichten laut BleepingComputer zahlreiche Administratoren, dass Volumes, die im Windows Resilient File System (ReFS) vorliegen nicht mehr zugänglich sind oder als unformatiert (RAW) angezeigt werden. Auch für ReFS hatte Microsoft Anfang der Woche Sicherheitspatches veröffentlicht.

Dem Bericht zufolge gibt es allerdings eine einfache Möglichkeit, die Probleme zu beseitigen. Allerdings ist es dafür erforderlich, die Sicherheitspatches KB5009624, KB5009557 beziehungsweise KB500955 zu deinstallieren.

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