Sun verkauft Linux-Desktop an die britische Regierung

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Sun Microsystems hat einen Fünfjahresvertrag mit der britischen Regierung über die Nutzung seiner Java Enterprise Software und die Linux-basierte Desktop-Umgebung.

Sun Microsystems hat einen Fünfjahresvertrag mit der britischen Regierung über die Nutzung seiner Java Enterprise Software und die Linux-basierte Desktop-Umgebung. Der Deal wurde mit dem britischen Rechnungshof, dem Office of Government Commerce abgeschlossen und beinhaltet neben dem Java Enterprise System (JES) auch das Java Desktop System (JDS).
Noch hat die Regierung nicht zugestimmt, Suns Software an alle öffentlichen Sektoren zu verkaufen. Die Regierung erwägt es als eine von mehreren Möglichkeiten, will jedoch zunächst die Wirtschaftlichkeit prüfen. Ein Mitarbeiter von Sun hatte zugegeben, dass sein Unternehmen vor allem außerhalb von Nordamerika seine JDS verkaufen können wird, weil hier, speziell in weniger entwickelten Ländern, die Abhängigkeit von Microsoft-Produkten nicht so hoch sei.

So wird Sun zusammen mit einem chinesischen Industriekonsortium, der China Standard Software Company (CSSC), mit dem nächsten Jahr 500.000 bis eine Million Desktops an die Regierung in Peking verkaufen.

Das Java Desktop System (JDS) ist ein Linux-basierte Suite, die viele Open-Source-Komponenten wie StarOffice oder den Mozilla-Browser enthält. Die Lizenzgebühren sind demnach einfach: 100 Dollar pro Jahr und Arbeitsplatz. Das Java Enterprise System (JES) ist ein Bundle Java-basierter Software unter anderem mit einem Application Server und Identity Management Server, ebenfalls für 100 Dollar im Jahr. Beide zusammen kommen auf 150 Dollar pro Arbeitsplatz.