US-Regierungslabor veröffentlicht Open-Source-Tool

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Ein Forschungslabor der US-Regierung hat ein Open-Source-Toolkit für Grid Computing veröffentlicht.

Das ‘Access Grid Toolkit’ stammt aus dem Argonne National Laboratory des US-Energieministeriums. Es ermöglicht die Entwicklung von Programmen. Mit denen Video-, Audio, Text- oder andere Dateien in Echtzeit weltweit ausgetauscht werden können. 

Mit dem Toolkit könnten beispielsweise Ärzte eine Diagnose für einen Patienten erstellen, der Tausende Kilometer entfernt ist oder Studenten über weite Entfernungen hinweg gemeinsam an einem Projekt arbeiten beziehungsweise unterrichtet werden.

Bei der Software handelt es sich um die dritte Generation der Software – seit der Erstveröffentlichung wurde die Lösung bereits 20.000 Mal in 56 Ländern heruntergeladen. Access Grid ist in der Programmiersprache Python geschrieben und unterstütze “robustere Middleware” als die Vorgängerversionen, sagte der leitende Forscher Thomas Uram. Das mache es einfacher, Software zu entwickeln, die unter Access Grid läuft.

Darüber hinaus setze die neue Version einige der gängigsten Internetprotokolle ein, darunter SSL (Secure Socket Layer) für die Sicherheit, FTP (File Transfer Protocol) für den Datentransfer, XML (Extensible Markup Language) für die Beschreibung von Daten und die Instant-Messaging-Plattform Jabber.

Das US-Unternehmen InSORS Integrated Communications hat auf Basis der Open-Source-Lösung einige kommerzielle Applikationen entwickelt. “Was ich sehe, ist eine verbesserte Stabilität und Nutzbarkeit des Systems”, sagte InSORS-Manager Jim Miller. “Es gibt mehr Kontrollmöglichkeiten, so dass man mehr Menschen miteinbeziehen kann, mehr Applikationen teilen kann und insgesamt eine stabilere Erfahrung hat.”