Geschäftseinbruch bei Fujitsu Siemens Computers

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Das Geschäft des PC-Herstellers Fujitsu Siemens Computers (FSC) ist im ersten Halbjahr “plötzlich zurückgegangen”.

Das sagte FSC-Chef Bernd Bischoff der Financial Times Deutschland. Demnach gab es in der ersten Jahreshälfte einen Rückgang, der in der zweiten Jahreshälfte kaum aufzuholen sei.

Gegenüber dem Vorjahr sei der Gewinn gesunken, so Bischoff. Man gehe davon aus, dass auch die Erlös- und Ergebnisziele für das Jahr 2008 in Gefahr seien. Daher werde es bei FSC zu Einschnitten kommen. “Der harte Preiswettbewerb auf dem IT-Markt zwingt uns, über alles nachzudenken.”

Geplant seien jetzt Jobkürzungen und ein Sparpaket. Bis Ende 2007 wolle man etwa 300 Stellen abbauen. Zudem verhandele man mit der IG Metall über eine Verlängerung der Wochenarbeitszeit auf 40 Stunden und über Kürzungen beim Urlaubs- und Weihnachtsgeld. FSC wolle insgesamt 100 Millionen Euro jährlich einsparen. 

Man habe mit einer schwachen Branchenkonjunktur zu kämpfen. Die PC-Preise fielen, der Absatz in Deutschland schrumpfe. “Wir wären von der Krise in Europa sicherlich weniger betroffen, wenn wir weitere Absatzmärkte hätten”, sagte Bischoff.

Hintergrund ist, dass FSC Deutschland den europäischen Markt bedient, während der Joint-Venture-Partner Fujitsu die boomenden asiatischen Märkte beliefert.