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Phil Zimmermann, der Begründer der E-Mail-Verschlüsselung PGP (Pretty Good Privacy), hat ein kostenfreies Tool für die Verschlüsselung von Internet-Telefonie auf Windows-XP-Systemen ins Netz gestellt.

Im März hatte Zimmermann bereits eine Version für Apple Macintosh und Linux auf den Markt gebracht.

‘Zfone’ ist eine Zusatzsoftware, die mit freien VoIP-Clients wie Gizmo, SJphone oder X-Lite eingesetzt werden kann. Skype-Anwender können Zfone jedoch nicht verwenden, da die Skype-Software ein eigenes Verschlüsselungssystem besitzt.

Im Gegensatz zu anderen Verschlüsselungslösungen werden die Schlüssel (keys) bei Zfone nicht extern vorgehalten – etwa in einer PKI (Public Key Infrastructure). Stattdessen werden die Keys über den Sprachkanal ausgetauscht, wenn ein Anruf startet – so das keine Drittpartei involviert ist.

Diese Besonderheit könnte jedoch das Misstrauen der US-Behörden erregen, sagen Marktbeoachter. Die US-Behörden hatten Zimmermann bereits Anfang der 90er Jahre vorgeworfen, mit PGP Export-Bestimmungen zu verletzen. Es kam zu einer Untersuchung, die 1996 jedoch eingestellt wurde.

Zimmermann droht jetzt neuer Ärger, weil die US-Behörden im Rahmen des Kampfes gegen den Terror Einblick in die Daten der US-VoIP-Provider nehmen wollen. Das ist bei den herkömmlichen TK-Anbietern bereits geschehen. Zfone-Anwender entziehen sich jedoch diesem Zugriff – was bei den US-Behörden auf Missfallen stoßen könnte.

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