Storage-Schnipsel bringen Vorteile bei Archivierung

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Das Konzept, einzelne Storage-Schnipsel in Algorithmen zu verpacken und so die Informationen besser zu sichern – im Fachjargon heißt dies Informationsdispersion – ist nicht neu, aber auch nicht weit verbreitet. Das soll sich ändern.

Ein US-Start-up versucht sich deshalb daran, das Konzept billiger und flexibler als bisher auf den Markt zu bringen. Zuvor wurde die Methode vor allem von Regierungsabteilungen und von Firmen, die auf besondere Sicherheit bedacht sind verwendet, um im Einbruchsfall das Risiko zu minimieren.

Der Anbieter Cleversafe hat seine Software, die Datensätze zur sicheren Ablage zerschneidet und markiert, von Grund auf neu geschrieben. Von einem Open-Source-Projekt hat sich das Produkt in eine echte Anwendung gewandelt, die auch Geschäftskundenansprüchen genügen könnte, hofft Chris Gladwin, Chief Technology Officer der Firma.

Wie er im Gespräch mit dem Magazin Linux Insider sagte, werde die Software, die nach wie vor unter der GNU General Public License (GPL) steht, bereits in der fertigen Version angeboten. Er sagte, dass gerade so etwas Komplexes wie Informationsdispersion nur als Open Source angeboten werden dürfe, damit der Markt überhaupt etwas damit anfangen kann. Er ging sogar so weit, seine Technik mit dem Internet Protocol zu vergleichen und sagte, dass die Anwendung der Beitrag zu dem sei, was er das “Speicher-Internet” nannte. Das ist seiner Ansicht nach die nächste Phase des Web, also seine Nutzung als globale, immer und überall verfügbare Speichereinheit.

Als ausgereifte Alphaversion soll die Lösung bei Firmen punkten. Sie wurde gegenüber der Vorgängerversion vor allem um mehr iSCSI-Funktionen bereichert und die Sicherheit an Business-Anforderungen angepasst. Die Mitbewerber von Cleversafe heißen Seanodes, Lefthand Networks und Nirvanix. Sie bestimmen den Markt für moderne Speicherverteilung.