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Technologie
Hardware

Neuer Trend: Desktop as a Service

Kathrin Schmitt
|
Donnerstag, 9. April 2009, 14:06 Uhr

Desktop-Virtualisierung ist der nächste logische Schritt nach der Server-Virtualisierung. Letzteres haben die Unternehmen in Deutschland weitgehend umgesetzt. Der IT-Dienstleister Materna will, dass sich die Anwender mit dem Gedanken an virtualisierte Desktops anfreunden – und rennt damit offene Türen ein.

"Es gibt einen echten Trend zur Desktop-Virtualisierung in Deutschland – das konnten wir auf der CeBIT deutlich sehen", sagte Uwe Scariot, Vice President Business Unit Information bei dem unabhängigen deutschen IT-Dienstleister gegenüber silicon.de. Materna hatte die Frage der Desktop-Virtualisierung unter dem Aspekt des ‘Desktop as a Service’ thematisiert und traf, nach seinen Angaben, genau den Nerv der Geschäftsanwender auf der Messe.

"Schließlich birgt dies das Potential, die Kosten zu reduzieren und die Effizienz zu steigern", ergänzte er. Der Gedanke der Desktop-Virtualisierung ergab sich aus dem Wandel vom Client-Server-System zu den Umgebungen, die moderner sind und schlankere Clients haben. Software as a Service fällt ebenso in diese Kategorie wie Infrastrukturen und sogar Desktops als Service anzubieten. Darunter versteht Materna die Bereitstellung und das Management von virtuellen Arbeitsplätzen als automatisierte Dienstleistung. Grundlage ist, dem Manager zufolge, der Automatisierungsgedanke, der aus dem IT Services Management erwächst – einer Kerndisziplin von Materna.

Diese Dienstleistung wiederum kann, den Bedürfnissen des Kunden entsprechend, auf allen denkbaren Business-fähigen Geräten angeboten werden. „Natürlich macht das nicht für jede Anwendung Sinn, sie auf einem Smartphone zu bearbeiten – oft wird man den großen Bildschirm im Büro vorziehen – aber der Trend zur Mobilität erfordert, dass solche Services das volle Potenzial an Plattformen ausschöpfen“, sagte Scariot.

Wichtig sei dabei eine administrierbare "Hülle" drum herum anzubieten, damit die verschiedenen Bereiche der virtualisierten Desktop-Welt miteinander verknüpft werden können. "Der Admin muss auf Knopfdruck Rechte zuweisen oder verweigern und neue Mitarbeiter mit einer Arbeitsumgebung ausstatten können. Dies ist eine Grundvoraussetzung in einer virtualisierten Umgebung", so Scariot. "Firmen wollen mehr und mehr ihre Fat Clients zugunsten einer schlankeren Infrastruktur loswerden und setzen auf Thin Clients – das wäre der natürliche Weg, aber er ist nicht ohne Übergang zu schaffen. Und dieser Übergang heißt: Desktop-Virtualisierung. Anders ausgedrückt: Wenn eine Umgebung komplett virtualisiert ist, ist die Zeit reif für Thin Clients. Sie müssen nur noch gestartet werden."

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