Schlafstörungen durch SMS

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Schlafstörungen waren eigentlich ein Problem der älteren Generation oder auch von gestressten Managern.

Schlafstörungen waren eigentlich ein Problem der älteren Generation oder auch von gestressten Managern. Bis jetzt. Denn inzwischen leiden auch immer mehr Kinder und Jugendliche unter einer gestörten Nachtruhe. Schuld sind ihre Handys, beziehungsweise die Kurznachrichten, besser bekannt als SMS, die gerade Jugendliche mit Feuereifer durch das drahtlose Netz jagen.
Jeder zehnte Jugendliche zwischen 13 und 16 Jahren wird einmal wöchentlich aus dem Schlaf gerissen, haben belgische Forscher herausgefunden. Bei 3 Prozent piepst der kleine Kasten sogar jede Nacht, ohne Rücksicht auf Tiefschlaf- oder Traumphase. Als Schlafstörer Nummer eins hat das Handy damit den bisherigen Bösewichten der Kinderzimmer, Fernseher und Computer, den Rang abgelaufen.

Die Wissenschaftler appellieren in diesem Zusammenhang vor allem an die Eltern. Sie müssten dafür sorgen, dass das Handy ihres Kindes nachts abgeschaltet bleibt. Hartnäckige Schlafstörungen bis hin zu Gesundheitsschäden könnten ansonsten die Folge sein.

Bei 36 Milliarden gesendeter SMS allein im Jahr 2003 droht den Deutschen zudem noch ganz anderes Ungemach. Durch das ständige Drücken der kleinen Tasten sei die Gefahr von Zerrungen und Verletzungen der Finger extrem hoch, warnen Mediziner. Der britische Mobilfunkanbieter Virgin Mobile hat schon vor einiger Zeit reagiert und bietet für Viel-Tipper online eine Übungsreihe an. Wer weiß – vielleicht hilft die Fingergymnastik ja auch gegen Schlafstörungen.