Superstars überflüssig – Computer trällert die Charts

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Die mühsame und Nerven aufreibende Suche nach den Superstars kann abgebrochen werden.

Die mühsame und Nerven aufreibende Suche nach den Superstars kann abgebrochen werden. Denn Forscher der spanischen Universität Pompeu-Fabra haben eine Anwendung vorgestellt, die beliebige Melodien samt Text konzertreif interpretiert – wahlweise mit einer Frauen- oder Männerstimme. Der Musikalienhersteller Yamaha hatte ‘Vocaloid’ in Auftrag gegeben.
Nach einem aufwändigen Muster werden für die Erstellung einer Vokal-Bibliothek zunächst einzelne Laute und Lautverbindungen aufgenommen, indiziert und abgespeichert. Wortfolgen und Melodien können dann zum ‘Vorsingen’ zusammengefügt werden.

Einsatzfähig ist Vocaloid bereits für Background-Chöre, meinen die Entwickler. Ab Januar soll die Software für 200 Dollar auf den Markt kommen. Eine dritte Stimme ist in Vorbereitung, um eine breitere Palette an Musikstilen umsetzen zu können. Yamaha will nach eigenen Angaben auch weltweit bekannte Stimmen wie Aretha Franklin oder Elton John dafür gewinnen, sich für die Konservierung in der Vocaloid-Bibliothek zur Verfügung zu stellen.

Einzelne Musiker und Produzenten meinen gar schon, Vocaloid würde möglicherweise zu perfekt singen – wirklich reizvoll seien dagegen kleine Fehler und eine gewisse Unvollkommenheit der menschlichen Stimme.