Backup verursacht IT-Managern die meisten Kopfschmerzen

EnterpriseNetzwerke

Das Thema ist genauso alt wie Computer selbst und immer noch ein Problemkind.

Das Thema ist genauso alt wie Computer selbst und immer noch ein Problemkind. Die Sicherung und Wiederherstellung von Daten sorgt bei IT-Managern nach wie vor für Albträume, wenn man einer Studie der Aberdeen Group glauben will. Das Consulting-Unternehmen hatte IT-Manager von 100 Großunternehmen über ihre Problemthemen befragt. Gut ein Drittel bezeichnete Backup und Restore als ihre größte Sorge.
Die Gründe sind vielfältig: War Datensicherung vor einigen Jahren noch ein Vorgang, der automatisch über Nacht vonstatten ging, muss jetzt durch die ständige Generierung dynamischer Daten praktisch rund um die Uhr gesichert werden. Und obwohl Methoden und Tools dafür immer ausgeklügelter werden, haben IT-Manager gerade mit dieser zunehmenden Komplexität der Thematik am meisten zu kämpfen. Für etwas Linderung sorgt immerhin die Tatsache, dass das Problem beim Management angekommen zu sein scheint und die Budgets dafür erhöht werden.

Aussichten für eine Vereinfachung der Backup/Restore-Prozesse bestehen kaum, eher das Gegenteil ist der Fall. Neue Technologien wie RFID machen das Datenaufkommen bei Warenwirtschaftssystemen um einiges reicher. Dazu kommen behördliche Anforderungen wie die Basel II-Richtlinie oder das Sarbanes-Oxley-Gesetz in den USA, die den Aufwand nicht nur quantitativ sondern auch qualitativ erhöhen. Die von den Behörden geforderten Dokumente müssen nämlich auch bestimmten Normen der Darstellung entsprechen.

Dazu kämen noch zwei rein technische Faktoren, die IT-Managern das Leben schwer machen: die zunehmende Virtualisierung der Infrastrukturen und die Sicherheit. Das Management virtueller Strukturen hat momentan noch etwas von schwarzer Magie, und an die Wiederherstellung von Daten nach einem Virusbefall werden nunmehr strengere Forderungen geknüpft. Wiederhergestellte Daten müssten praktisch die Aktualität von Sekunden vor dem Crash aufweisen, nicht erst den Stand des Vortages.