Bannerwerbung: Firefox-User sind gebrannte Kinder

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Es könnte doch was dran sein, an der Mär, dass Open-Source-Anwender irgendwie anders ticken als ‘normale’ Anwender.

Es könnte doch was dran sein, an der Mär, dass Open-Source-Anwender irgendwie anders ticken als ‘normale’ Anwender. Zumindest springen sie nicht so leicht auf Online-Werbung an, wie etwa Surfer, die mit dem Internet Explorer von Microsoft unterwegs sind.
User, die sich für den frei erhältlichen Firefox-Browser entschieden haben, klicken etwa vier bis fünf mal weniger oft auf Bannerwerbung, das hat das Frankfurter Online-Werbe-Unternehmen Adtech bei einer Erhebung herausgefunden. Dazu haben die Werbefachleute das Verhalten von Nutzern verschiedener Browser auf 1000 Internetseiten analysiert.

Nur 0,11 Prozent der Open-Source-Unterstützer klicken demnach auf Banner. Zwischen 0,44 und 0,55 Prozent sind es bei den Anwendern des Internet Explorer. Netscape- und Opera-User scheinen sich in ihrem Surf-Verhalten da schon ähnlicher, hier klicken 0,3 Prozent beziehungsweise 0,28 Prozent der Surfer im Durchschnitt auf Onlinewerbung.

“Die Ursachen liegen vermutlich im unterschiedlichen Surf-Verhalten oder dem standardmäßigen Einschalten von Popup-Blockern”, vermutet Dirk Freytag, COO bei Adtech. Zur Auswertung kamen mehrere Milliarden Banneranfragen, die vom Browser des Users an den Adserver übergeben wurden. Die Verteilung der Klickraten seien sehr unterschiedlich und könnten je nach Website, Wochentag oder Uhrzeit stark variieren. Ziel der Erhebung seien aber nicht absolute Zahlen, wie Freytag erklärte, sondern das Feststellen von Tendenzen.