Novells Pläne für den Suse Enterprise Server

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Novell will weiterhin als offenes Unternehmen wahrgenommen werden und hat auf seiner Hausmesse unter anderem neue Pläne für den Linux Enterprise Server 10 vorgestellt, der auf einer öffentlichen Linux-Codebase basieren wird.

Den größten Applaus erntete der CEO Jack Messmann bei der Konferenz in Salt Lake City jedoch für die Ankündigung, dass Novell das Netzwerk-Betriebssystem ‘NetWare’ bis 2015 unterstützen werde.

Den Support werde Novell auch dank der Virtualisierungslösung Xen bestreiten können, wie Messmann erklärte. So werde die kommende Version des Suse Linux Enterprise Server 10 (SLES) dieses Projekt integriert haben. Schon jetzt ist die Beta-Version verfügbar. Im Sommer soll dann die Vollversion folgen. Sie werde zudem ein System-Management und die Sicherheitslösung AppArmor beinhalten.

Verbessert hat Novell auch die Applikations-Sicherheit und die Cluster-Funktionen. Zudem skaliert der Server jetzt für bis zu 10 Terabyte Speicher und unterstützt bis zu 1024 CPUs. Über eine verbesserte iSCSI-Anbindung bereitet Novell den SLES außerdem für den Einsatz im SAN vor.

Im Rahmen der BrainShare gab Novell auch Entwickler-Partnerschaften mit Research in Motion (RIM) und Intellisync bekannt. So werde das Mail-Programm GroupWise 7 kostenlos um den ‘GroupWise Mobile Server’ erweitert. Damit lassen sich E-Mails etwa über den Blackberry Enterprise Server auch auf mobile Endgeräte pushen. Hier reagiert Novell offenbar auch auf die Vorlage von Microsoft. Das Unternehmen hat über ein Service Pack für den Exchange 2003 den Mail-Server ebenfalls mit einer kostenlosen Push-Funktion versehen.

Mit ‘Cypress’, der nächsten Version des Open Enterprise Servers, will Novell Microsofts Active Directory künftig besser mit dem eDirectory von Novell integrieren. Für diese Aufgabe kommt das Authentisierungsprotokoll Kerberos zum Einsatz. Die Entwicklung soll Mitte 2007 abgeschlossen sein. Damit adressiert Novell den Betrieb in heterogenen Umgebungen und will außerdem Anwendern die Migration auf Linux erleichtern. Der Cypress-Nachfolger ‘Ponderosa’ soll dann den Open Enterprise Server mit Kollaborationsfunktionen erweitern.

Wesentlich billiger als Lizenzen für die Clients und Server von Microsoft soll die ‘Open Workgroup Suite’ sein, so Messmann in seiner Rede. Die werde mit dem neuen Linux-Desktop, einer Linux-Version des Open Enterprise Servers, Groupwise für Linux, Zenworks und OpenOffice versehen sein und soll für 110 Dollar auf den Markt kommen. 75 Dollar jährlich werde voraussichtlich der Support kosten.

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