Symantecs neue API macht Virtual Tapes überflüssig

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Für Mitte 2007 hat Symantec eine neue Schnittstelle angekündigt, mit der Admins Backups über die Backup- und Recovery-Software NetBackup direkt von Disks ziehen können.

Die Symantec NetBackup OpenStorage API erlaube, dass Disk-basierte Storage-Systeme unmittelbar mit der Software kommunizieren können. Der Slogan: ‘Behandle  Disks wie Disks’ zeigt, wohin die Reise geht. Die Emulierung von Tapes, also Virtual Tapes Libraries, würden mit diesem Konzept nicht mehr für Backups von Festplatten gebraucht. 

Die Integration von Disk-Systemen und Backup-Software ist derzeit noch nicht so einfach. Da nach wie vor noch keine API in Backup-Applikationen eingebaut ist,  heißt es für Festplattengeräte, kaum mehr Funktionen als eine grundlegende Interoperabilität bereit stellen zu können. Dabei könnten intelligente Systeme viel mehr, so Symantec.

Unter anderem sollen jetzt nativ Features wie Highspeed-Backup und Recovery auf Disk-Systeme über Fibre Channel oder IP möglich sein, oder Disk Sharing und Virtualisierung, die es erlaubt, einen Platten-Pool zu generieren, den sich mehrere NetBackup Media Server teilen. Durch die Virtualisierung kann der Media Server auch Loadbalancing und Failover.

Ob die Tage der VTLs nun gezählt sind, darüber haben sich Experten bereits Gedanken gemacht – und abgewunken. Das werde, wenn überhaupt, noch Jahre dauern. Die Hersteller müssten aber überlegen, wie VTLs noch genutzt werden könnten neben ihrer Funktion als Backup-Devices. Sowohl im File-basierten NAS- als auch im Block-basierten SAN-Bereich gebe es da noch einige Möglichkeiten, als Daten Pool zu fungieren. Die OpenStorage API jedenfalls soll zusammen mit NetBackup 6.5 Mitte 2007 ausgeliefert werden. Betatests sollen Anfang des nächsten Jahres beginnen.