Microsoft bummelt bei der Virtualisierung

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Microsoft hat die Veröffentlichung neuer Lösungen für die Virtualisierung verschoben.

Nach Angaben von Mike Neil, Microsoft General Manager Virtualization Strategy, kommt das ‘Virtual Server 2005 R2 Service Pack 1’ erst im zweiten Quartal heraus. Die Software befindet sich seit Mitte 2006 im Beta-Test und sollte ursprünglich im ersten Quartal dieses Jahres vorliegen.

Verschoben wird zudem die Public-Beta-Version von ‘Windows Server Virtualization’, auch ‘Viridian’ genannt, so Neil in einem Blog-Eintrag. Diese Software soll jetzt in der zweiten Jahreshälfte verfügbar sein. Ursprünglich war von einer Veröffentlichung in der ersten Jahreshälfte die Rede.

Microsoft geht jetzt davon aus, dass Viridian 180 Tage nach dem Release der Server-Software ‘Longhorn’ vorliegen wird. Longhorn soll in der zweiten Jahreshälfte auf den Markt kommen. Viridian ist ein Teil von Longhorn.

Laut Neil haben Bedenken in Sachen Treiber, Leistung und Skalierbarkeit zur Verzögerung bei Viridian geführt. In einer IT-Umgebung, die durch Systeme mit Multi-Core-Prozessoren gekennzeichnet sei, müsse Viridian für mehr Systeme skalierbar sein, als die Lösungen der Konkurrenz. Viridian könne auf bis zu 64 Prozessoren skaliert werden, was kein anderes Produkt schaffe, hieß es.
 
Microsoft verletze sich mit Verschiebung des Service Pack 1 und von Viridian selbst, sagte Peter Pawlak, Senior Analyst bei Directions on Microsoft, gegenüber dem Branchendienst Internetnews. “Jeden Tag, an dem sie diese Dinge verschieben, verlieren sie Kunden an VMware.”