Social Networking erfordert Umdenken beim Geschäftsmodell

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Laut Nicholas Carr – dem Computerforscher, der mit der Ansicht berühmt wurde “IT doesn’t matter” – erfordert der Einsatz von Web 2.0-Techniken nicht nur technische Neuerungen, sondern auch grundlegende Veränderungen der Geschäfte.

Andernfalls würde die Blase schnell platzen. Beim Einsatz von webbasierten Lösungen oder Techniken wie Instant Messaging wird zwar zunehmend auf Sicherheit geachtet, wie eine Studie von silicon.de kürzlich ergab. Das allein ist jedoch nicht genug. Damit die Geschäfte auch im Web 2.0 funktionieren, nicht nur intern sondern auch extern, rät der IT-Fachmann dazu, die neuen Geschäftsmodelle genauso zu berücksichtigen.

“Wer all seine Inhalte gratis produziert bekommt, wird auch als extrem kleine Firma möglicherweise eine riesige Menge an wirtschaftlichen Werten aus dem Markt heraussaugen. Das ist sehr beunruhigend. Es ist etwas, womit wir es noch nie zu tun hatten und ich denke, wir wissen noch nicht, wie sich das Ganze entwickeln wird”, sagte er gegenüber der E-Commerce Times.

Seiner Ansicht nach werden sich aus beliebten Sites schnell neue Geschäftsmodelle entwickeln. Sites wie MySpace werden dann ihre Mitgestalter auch miternähren, schrieb er in seinem Blog. Sie hätten demnach erkannt, dass sie auch durch Weitergabe ihrer Tools an die Nutzer gewinnen können. Einmal ganz einfach dadurch, dass sich die Werkzeuge so schneller verbreiten. Und zum anderen könnten sie die Werkzeuge gratis abgeben, aber kommerziell ausschöpfbare Rechte an den Ergebnissen erhalten. Bestimmte Sites stellten seinen Informationen zufolge bereits Überlegungen in diese Richtung an. Carr nannte dies ‘Sharecropping’. Der Begriff kommt aus der Landwirtschaft und bezeichnet das Pachten fremden Landes zum Ackerbau und das Bezahlen der Pacht mit einem festgelegten Teil der so erbrachten Ernte.