Funk-Papier gegen Chinas CD-Schwarzmarkt

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Mit einem gemeinsamen Verkauf von Erkennungstechnik für Produkte wollen der US-Softwarekonzern Oracle und der japanische Technikkonzern Hitachi helfen, dem Schwarzmarkt Chinas Einhalt zu gebieten.

Dabei handelt es sich, ersten US-Presseberichten zufolge, um ein Funketikettenpapier inklusive integrierter Schaltkreise für das Auslesen von Funksignalen, das die florierenden Geschäfte mit nachgemachten Markenartikeln und raubkopierten Inhalten stoppen soll.

Die Grundlage für drahtlose Funk-Etiketten soll nach Angaben der japanischen Wirtschaftszeitung Nikkei nach China verkauft werden, weil es dort zwischen dem Staat und seinen Handelspartnern wegen der nachgemachten Ware bereits ernsthafte Reibereien in Handelsfragen gebe.

Den Handlungsbedarf, den das asiatische Land hat, stillte es bei Oracle und Hitachi, weil hier schon eine Partnerschaft bezüglich Funketiketten besteht. Außerdem ist durch die Beteiligung Hitachis die asiatische Komponente, die genaue Kenntnis der Märkte Chinas, enthalten, hieß es. Oracle und Hitachi erhoffen sich von dem Auftrag einen Türöffner-Effekt für die Produktion der integrierten Schaltkreise, die für den Bau von Funketiketten vonnöten sind. Sie sollen viel Profit bringen, wenn sie in Luxusgütern und elektronischen Geräten eingesetzt werden. Wie die Zeitung ohne Nennung von genauen Quellen weiter schrieb, würden die ersten an China ausgelieferten Tags sich in Einrittskarten und ID-Karten für die Olympischen Spiele in Peking 2008 finden.