Gesetze reichen beim Elektroschrott nicht aus

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Die bestehende Gesetzgebung reicht nicht aus, um die Flut des elektronischen Abfalls wirkungsvoll eindämmen zu können.

So werden jedes Jahr millionenfach elektronische Geräte wie PCs, Monitore, Handys, Drucker und Server ausgemustert. Das Beratungsunternehmen Gartner erklärt nun, dass diesem Anstieg des elektronischen Abfalls nicht allein durch die Rücknahmepflicht der Hersteller entgegen gewirkt werden kann.

“Es besteht kein Zweifel daran, dass die Verlagerung der Recycling-Verantwortung auf die Hersteller diese zur Entwicklung von Produkten bewegt, die leichter demontiert werden können, weniger Materialien verbrauchen und schädliche Inhalte reduziert einsetzen”, so Gartner Analystin Frances O’Brien und bezieht sich dabei zum Beispiel auf die EU-Direktive ‘Waste Electrical and Electronic Equipment’ (WEEE). “Allerdings werden sich die Kosten dafür schlussendlich auf die Endverbraucher auswirken”, warnt die Analystin.  

Gartner sieht aber die Hersteller nicht allein in der Pflicht für die Entsorgung von E-Waste, also ausgemusterten elektronischen Bauteilen, aufzukommen. Man spricht hierbei auch von der ‘Extended Producer Responsibility’ (EPR). Vielmehr müssten Lösungen entwickelt werden, die eine kollektive Verantwortung von Produzenten, Regierungen, Endverbrauchern und der Recycling-Industrie anstreben. Gartner geht davon aus, dass derzeit etwa 40 Nationen die Hersteller mit entsprechenden Regelungen anhalten.

Zudem sollten Anwender Gesetze, die vor allem auf Hersteller abzielen, nicht als Freischein verwenden. Vielmehr sollten auch die Anwender verantwortungsvoll ihre Investitionen einsetzen und die Entsorgung bereits bei der Planung und beim Einkauf mit in Betracht ziehen. So sollten beispielsweise bevorzugt umweltverträgliche Geräte gekauft werden.

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