Hacker ‘Jonny Hell’ in deutscher Auslieferungshaft

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In der Hessischen Justizvollzugsanstalt Weiterstadt sitzt derzeit ein angeblicher Hacker in Auslieferungshaft. Der Mann aus Estland soll in den USA durch Cybercrime einen Millionenschaden verursacht haben – nun wird er in Deutschland festgehalten.

Gegen den Mann lägen Haftbefehle aus den US-Bundesstaaten Kalifornien und New York vor, sagte die Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft, Hildegard Becker-Toussaint, und bestätigte damit im Wesentlichen entsprechende Medienberichte. Nach Angaben seines Anwalts wurde der international gesuchte 24-Jährige Anfang März von zwei Mitarbeitern des US-Geheimdienstes auf dem Frankfurter Flughafen festgenommen und an die Bundespolizei übergeben. Der Anwalt spricht von Freiheitsberaubung.

Unter dem Hacker-Pseudonym ‘Jonny Hell’ soll sich der Mann im Staat New York mehr als 5000 Kreditkartennummern beschafft haben, unter anderem bei einer Restaurantkette. Der Schaden betrage mehr als eine halbe Million Dollar.

In Kalifornien soll er nach Angaben der Staatsanwaltschaft laut Haftbefehl rund 160.000 Kreditkartennummern ausgespäht und über Mittäter weiter verkauft haben. Nach unbestätigten Berichten aus den USA sei der Mann einer der meistgesuchten Hacker, der einen Schaden von über einer Million Dollar verursacht habe.