Zehn exotische Linux-Distributionen

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Linux-Anwender können wählerisch sein: mittlerweile gibt es Hunderte Linux-Editionen. Von einer Edition, bei der garantiert nichts funktioniert, bis hin zum “Satanischen Ubuntu” ist für viele Geschmäcker etwas dabei.

So hat Damn Vulnerable Linux (DVL) alles, was eine Linux-Distribution nicht haben sollte. Das Projekt enthält veraltete Software und Komponenten. Es ist verdammt schlecht konfiguriert. Die Initiatoren haben sich alle Mühe gegeben und in stundenlanger Arbeit das schlechteste Linux der Welt zusammengesetzt. Der Grund: DVL ist als Studienobjekt für Programmierer und solche, die es werden wollen, gedacht. Ganz besonders eignet es sich für angehende Sicherheitsexperten.

Fotogalerie: Linux: Von 'Verdammt' bis 'Satanisch'

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Caine Linux ist dagegen an IT-Forensiker gerichtet. “Caine” bedeutet ‘Computer Aided Investigative Environment’. Enthalten sind auch The Sleuth Kit und der Autopsy Forensic Browser – zwei Open Source Tools für die Analyse forensischer Daten. Zeroshell ist eine Distribution für eingebettete Systeme, besonders für Netzwerk-Hardware. Wie der Name nahelegt, wird die Software nicht über eine Unix-Shell administriert, sondern über eine Web-basierte Oberfläche. Zeroshell ist als Live CD, CompactFlash-Image und VMware Virtual Machine erhältlich.

Bei Parted Magic handelt es sich um eine Mini-Linux-Live-CD, die Tools und Utilities rund um das Arbeiten mit Partitionen und Dateisystemen enthält. Neben der Rettung eines beschädigten Systems steht auch das Kopieren und Clonen von Partitionen im Fokus dieser CD. So lässt sich eine bootfähige Windows-Installation mit Clonezilla auf eine andere Festplatte übertragen. Parted Magic beherrscht nicht nur den Text-Modus, sondern startet einen X.Org-Server, so dass auch grafische Tools laufen. Das darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass fast alle Tools nur von Experten bedienbar sind.

Ganz schlank kommt Tiny Core daher. Die Software enthält eine grafische Oberfläche und hat trotzdem einen Speicherbedarf von weniger als 11 MB. Die Linux-Distribution läuft direkt aus dem RAM. Benötigt ein Anwender weitere Software-Pakete, kann er diese nachinstallieren.

CAELinux ist eine Linux-Distribution für das Computer Aided Engineering, die auf Ubuntu basiert. Anwender können damit physikalische Phänomene simulieren. Musix gibt es als Live CD und Live DVD. Die Linux-Distribution enthält unter anderem Software für die Audio-Produktion, Grafik-Design und Videoschnitt. Als Server kann die Live CD und Live DVD Slampp eingesetzt werden. Die Software basiert auf der Linux-Distribution Slackware und enthält Apache, MySQL, PHP und Perl.

Die Ubuntu Christian Edition richtet sich an Linux-Anwender christlichen Glaubens. An Bord ist unter anderem Xiphos, ein Tool für das Studium der Bibel. Zudem ist ein Filter installiert, der den Zugriff auf Webseiten verhindert, die von den Entwicklern als jugendgefährdend eingestuft werden. Von Ubuntu gibt es auch eine Satanic Edition. Diese kann als Live CD verwendet werden – oder es werden spezielle Ubuntu-Themenpakete installiert. “Satanisch” sind in dieser Edition vor allem die Grafiken und Bilder, “satanische Software” wird nicht geliefert.