Stadt spart mit Thin Clients

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Die Stadt Bergheim (Nordrhein-Westfalen) hat mit IT-Zentralisierung und der Einführung von Thin Clients Einsparungen gegenüber einer dezentralen PC-Umgebung von 30,6 Prozent erzielt. Das geht aus einer Mitteilung von IGEL Technology hervor, dem Lieferanten der Thin Clients.

Demnach erreichte die Kommune bereits im Jahr 2008 mit Thin Clients gegenüber der früheren dezentralen PC-Infrastruktur mit zentraler Anwendungsverteilung eine Senkung der Desktopkosten um 30,6 Prozent. Die Wirtschaftlichkeitsanalyse von damals habe die Kommune jetzt aktualisiert und in Verbindung mit der heute üblichen Servervirtualisierung und den gegenwärtigen Personalkosten eine Kostenersparnis von 34,3 Prozent errechnet.

Das Szenario von 2011 geht von einem internen Serverbetrieb im eigenen Rechenzentrum aus, der allerdings bei der Stadt Bergheim inzwischen fremdvergeben wurde. Im Zuge des Projektes zur Zentralisierung von IT-Dienstleistungen bezieht die Kommune seit Oktober 2010 ihre IT-Anwendungen in Form des Liefermodells Software-as-a-Service (SaaS) von der Kommunalen Datenverarbeitungszentrale KDVZ Rhein-Erft-Ruhr. Realisiert wurde alles in einer Private Cloud.

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Laut der Analyse von 2011 betragen die Kosten für einen Thin-Client-Arbeitsplatz mit zentralisierter Anwendungsbereitstellung und virtualisierten Servern 292 Euro; in einem dezentralen PC-Scenario mit Anwendungsverteilung wären es 444 Euro. Die Stadt analysierte die jährlichen Desktopkosten auch für eine Thin-Client-Lebensdauer von sieben Jahren – die genügend lange Verfügbarkeit von Firmware-Updates voraussetzend. Über diesen Betrachtungszeitraum liegen die Desktop-Kosten demnach bei 245 Euro pro Jahr, das sind 44,8 Prozent weniger als in der dezentralen PC-Umgebung.

In den Berechnungen resultieren die größten Einsparungen aus den geringeren Betriebskosten. Während sie sich beim PC binnen fünf Jahren auf 1112 Euro summieren, fallen beim Thin Client 235 Euro, im Sieben-Jahreszeitraum 329 Euro. Ausschlaggebend dafür ist in erster Linie der geringere Zeitaufwand in Sachen Software- und Hardware-Installation, Anwender-Selbsthilfe und Windows-Updates.

Cloud Computing kann, mit Augenmaß angegangen, interessante Vorteile generieren, gerade auch für die öffentlichen Verwaltungen, deren Handeln zunehmend durch die schwierige Finanzsituation bestimmt wird”, sagte Wolfgang Berger, Fachbereichsleiter Personal, Organisation und Ordnung in Bergheim. “Vor dem Weg in die Cloud steht jedoch die Standardisierung von Anwendungen, dann bringt die Zentralisierung die besten Ergebnisse. Wenn dann noch alle Akteure an einem Strang ziehen, können solche Projekte den erhofften Erfolg bringen.”

“In Cloud-Projekte, die eine umfassend virtuelle Anwendungsbereitstellung bedingen, fügen sich Thin Clients nahtlos ein und generieren einen zusätzlichen Benefit”, meinte Theo Kratz, Abteilungsleiter IT der Stadt Bergheim.

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