Google visualisiert globalen Waffenhandel

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8,5 Milliarden Dollar werden jährlich mit kleinen Feuerwaffen, wie Pistolen, Gewehren und Munition umgesetzt und etwa 60 Prozent aller Gewalttode sind auf eben solche Waffen zurückzuführen.

Waffen- und Munitionsexporte Deutschlands in Googles Browser-Visualisierung für den globalen Waffenhandel. Screenshot: silicon.de

Um den globalen Waffenhandel, die Verteilung und die Haldelswege weltweit besser verständlich zu machen hat sich Google jetzt eine neue browserbasierte Visualisierung einfallen lassen. Es ist sozusagen eine dreidimensionale Ansicht des globalen Handfeuerfaffenhandels.

Rund 650 Millionen solcher Waffen liegen in den Händen von Zivilisten und Privatpersonen und eine der wichtigsten Handelsrouten verläuft zwischen Deutschland und den USA.

Für das Tool hat das Creative Lab Team von Google mit dem Igarape Institute zusammen gearbeitet und über 1 Million Datensätze zusammengetragen und in das Tool gefüttert. Die Zahlen stammen aus insgesamt 250 Ländern und aus den Jahren zwischen 1992 und 2010. Erhoben hat diese das Peace Research Institute Oslo (PRIO) in einer Datenbank für kleine Waffen.

Die Idee hinter diesem Tool war, den Import und Export von Waffen und Munition in einen Zusammenhang mit Konfliktregionen zu bringen. Dafür kann man in den Globus zoomen und auch einzelne Länder anklicken. Über ein Histogramm lassen sich die Handelsbewegungen über die Jahre hinweg erkunden.

So lässt sich zum Beispiel zeigen, dass der Umfang des Handels mit Munition sich dem Umfang mit Waffen angleicht und das sei ein Fakt, der wie Google in einem Blog zum Tool erklärt, von den Gesetzgebern bisher wenig berücksichtig werde.

Für diese Visualisierung hat Google den WebGL Globe von der Chrome Experiments-Seite verwendet. Dieses Template ist Open Source und Google hofft, dass auf diese Weise weitere wichtige Daten ansprechen visualisiert werden können.

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