Fachbereiche dürfen mit Big Data nicht alleine gelassen werden

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Jedes dritte Unternehmen in Europa plant derzeit den Einsatz von Big-Data-Werkzeugen. Das ist das Ergebnis der “Big Data Survey”, die das Analystenhaus BARC in Zusammenarbeit mit mehreren IT-Unternehmen durchgeführt hat. Eine der größten Hemmschwellen ist demnach nicht ausreichendes technisches Wissen.

Dr. Carsten Bange. Quelle: BARC.
Dr. Carsten Bange. Quelle: BARC.

“Big Data verspricht große Chancen aber auch Herausforderungen”, sagt BARC-Geschäftsführer Dr. Carsten Bange. “Die Notwendigkeit, schnell und flexibel zu reagieren, wird künftig für den Unternehmenserfolg entscheidender sein denn je.”

Die Mehrheit der Unternehmen scheint das der Studie zufolge erkannt zu haben. 56 Prozent der Befragten in der DACH-Region, Frankreich und Großbritannien erklärten, dass das Thema Big Data wichtig bis sehr wichtig für ihr Unternehmen sei. Geht es um den künftigen Umgang mit strukturierten und unstrukturierten Informationen, plane über ein Drittel (36 Prozent) den Einsatz spezieller Big Data-Werkzeuge.

Hierzu zählen in erster Linie analytische Datenbanken, Big Data Appliances, Hadoop File-Systeme sowie Streaming-Datenbanken. Die meisten Firmen nutzen neue Big Data-Technologien zur Analyse von Sensor-, Geolokalisierungs-, Verhaltens- und Social Media-Daten, um Kunden und Märkten besser zu verstehen, ein effektiveres Risikomanagement zu betreiben oder generell bessere Unternehmensentscheidungen zu treffen.

Die BARC-Analysten haben für die Studie auch abgefragt, mit welchen Daten Firmen im Rahmen ihrer Big-Data-Projekte derzeit vor allem arbeiten. Vor allem Log- (55 Prozent), Sensorik- (44 Prozent) und unstrukturierte Informationen (40 Prozent) wurden hier an erster Stelle genannt. Social-Media-Daten spielen dagegen mit 14 Prozent noch eine untergeordnete Rolle. Jeder zweite Umfrageteilnehmer möchte diese Quelle jedoch künftig verstärkt einsetzen.

Dabei kämpfen aber die Firmen mit einer Reihe von Problemen, die die Big-Data-Thematik mit sich bringt. Mangelndes technisches Wissen wird hier an erster Stelle genannt, gefolgt von fehlendem fachlichem Know-how. Weitere häufig genannte Schwierigkeiten: Fehlende überzeugende Einsatzszenarien, technische Probleme und der Kostenfaktor.

“Besonders erfolgreich sind Unternehmen, die über ein spezielles Team für den Bereich Geschäftsanalyse verfügen, das sich auch um das Thema Big Data kümmert”, sagt Ralf Patzwaldt, Sales Manager DACH bei Tableau Software, das die Studie mit unterstützt hat. “Es ist nicht ratsam, die Fachbereiche mit dieser Aufgabe allein zu lassen. Den besten Nutzen liefert Big Data bei der Verknüpfung mit Daten aus verschiedenen Datenquellen.”

BARC-Geschäftsführer Bange ergänzt: “Erfolgreich werden dabei nur die Unternehmen sein, welche die Schätze in den Datenbergen ihres Unternehmens zu bergen wissen. Die Etablierung skalierbarer Architekturen, die Daten aus unterschiedlichsten Quellen schnell zur Analyse verfügbar machen können, spielt dabei eine entscheidende Rolle.”