Rekord – Übertragung von 43 Tbps über eine Glasfaser

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Eine dänische Universität übertrifft den bisherigen Rekord bei der Übertragung über einen Laser und eine Glasfaser, der bislang vom Karslruher Institut für Technologie gehalten wurden.

Wissenschaftler der Technischen Universität Dänemark haben den Rekord für die Datenübertragung in einer Glasfaser auf 43 Tbps gesteigert. Alcatel-Lucent hat jüngst in einem Experiment die Leistung in der Verbindung zwischen Washington und Paris um den Faktor 9 gesteigert. Quelle: Alcatel
Wissenschaftler der Technischen Universität Dänemark haben den Rekord für die Datenübertragung in einer Glasfaser auf 43 Tbps gesteigert. Alcatel-Lucent hat jüngst in einem Experiment die Leistung in der Verbindung zwischen Washington und Paris um den Faktor 9 gesteigert. Quelle: Alcatel

Die neuen Rekordhalter bei der Datenübertragung über eine Glasfaser kommen aus Lynbgy. Dort ist das Team der Photonik-Forscher der Technischen Universität Dänemark beheimatet. Die Forscher haben mit einem neuen Durchbruch über einen Kanal 43 Terabit pro Sekunde übertragen. Bislang wurde der Rekord von einem Team des Karlsruher Institut für Technologie (KIT) mit 26 Terabit pro Sekunde gehalten.

Den neuen Rekord konnten die Forscher erreichen, indem sie mit einer neuen Form von optischen Leistungen arbeiten. Diese Technologie stammt von dem japanischen Telekommunikationsunternehmen NTT.

Statt wie standardmäßig einem Kern, verfügt die NTT-Fibre über sieben Glaskerne. Damit werden höhere Übertragungsraten auf gleichem Raum möglich. In einem ‘Post Deadline Paper’ auf der internationalen Konferenz CLEO 2014 in San Jose wurden die Ergebnisse der Wissenschaftler bereits bestätigt.

In praktisch genutzten Netzwerken kommt heute die Technologie DWDM (Dense Wavelength Division Multiplexing) zum Einsatz. Dabei können mehrere Informationskanäle über eine Faser gesendet werden.

Die Forscher aus Lynbgy hingegen wollen mit ihrer Technologie belegen, dass es möglich ist, sehr großen Datenmengen über einen einzelnen Kanal zu senden, denn das spare laut den Forschern besonders viel Energie.

Und das ist nicht nur für den Umweltschutz ein wichtiges Argument, sondern auch für Betreiber und Hersteller von Netzwerkinfrastruktur-Komponenten. So macht das weltweite Wachstum des Datenaufkommens neue, leistungsfähigere Übertragungswege nötig.

Wie die Wissenschaftler in einer Mitteilung erklären, soll die Datenübertragung im Netz im Schnitt Jährlich zwischen 40 und 50 Prozent wachsen. Derzeit macht das Internet etwa zwei Prozent des gesamten Klimagasausstoßes der Menschheit aus und hat den gleichen Footprint wie die gesamte weltweite Transportindustrie.

Leif Katsuo Oxenlowe, der Leiter der Forschungsgruppe, betont jedoch, dass es in der Transport-Industrie derzeit aber kein jährliches Wachstum in dieser Größenordnung gebe: “Daher ist es von größter Wichtigkeit, Lösungen für das Internet zu identifizieren, die für signifikante Senkung des Entergieverbraus sorgen und gleichzeitig die Bandbreiten erhöhen.”

Das Team der DTU hat bereits mehrere Rekorde gehalten. 2009 hatte es zum ersten Mal die Terabit-Grenze bei der Übertragung durchschritten.

Ebenfalls einen großen Durchbruch bei der Übertragung von Daten über ein Glasfasernetz gelang vergangene Woche Alcatel-Lucent. Über ein Glasfaserpaar sendete das Unternehmen über die Verbindung Apollo South, das die USA mit Frankreich verbindet 7,2 Terabit pro Sekunde. Immerhin über eine Strecke von 6500. Damit konnten die Entwickler von Alcatel-Lucent die Bandbreite des bestehenden Systems um das Neunfache steigern.

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