USA: Antiterror-Projekt droht zu scheitern

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Ein Prestigeprojekt des US-Heimatschutzministeriums im Rahmen der Terrorabwehr droht an der mangelnden Unterstützung der Bundesstaaten zu scheitern.

Ein Prestigeprojekt des US-Heimatschutzministeriums im Rahmen der Terrorabwehr droht an der mangelnden Unterstützung der Bundesstaaten zu scheitern. Im ‘Multistate Antiterrorism Information Exchange’, kurz ‘Matrix’ genannte Projekt sind von den 16 Gründungsmitgliedern nur noch fünf Bundesstaaten beteiligt. New York und Wisconsin sind Ende letzter Woche ausgestiegen.
Das ehrgeizige Vorhaben sollte den Austausch von Informationen zwischen den Staaten beim Bekämpfung des Terrorismus auf eine neue Ebene hieven. Nicht weniger als 20 Milliarden Datensätze sollten in einer zentralen Datenbank der Firma Seisint in Florida lagern und eine noch bisher nie erreichte Fülle an Informationen beherbergen. So sollten darin nicht nur die Akten vorbestrafter und suspekter Personen darin gespeichert werden sondern auch ein Eigentumsregister beliebiger Personen, das Immobilien, Kraftfahrzeuge und Boote berücksichtigt, sowie eine Historie von deren geschäftlicher Aktivitäten.

Nicht nur Datenschützern war die Angelegenheit zu heikel. Von den IT-Verantwortlichen der Bundesstaaten wurde bemängelt, dass der Aufwand und die Kosten für das Projekt völlig unterschätzt wurden. Die 12 Millionen Dollar, die für die Startphase vom Justiz- und vom Heimatschutzministerium zur Verfügung gestellt wurden, reichten bei weitem nicht aus.