Innenministerium installiert Cybercops gegen Computerkriminalität

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Das Bundesinnenministerium will der Narrenfreiheit im Internet ein Ende machen.

Das Bundesinnenministerium will der Narrenfreiheit im Internet ein Ende machen. Zur effektiveren Verbrechensbekämpfung im Web sollen deswegen jetzt Sachverständige aus den Bereichen Computer und Technik enger mit den Ermittlern zusammenarbeiten. Nach diesem Prinzip sollen in allen großen Polizeibehörden neue Kommissariate speziell zur Bekämpfung der Computerkriminalität eingerichtet werden.
In einigen Großpräsidien sind solche Kommissariate bereits im Einsatz. So kooperieren beispielsweise an den Standorten Bielefeld und Düsseldorf schon heute Ermittler und Techniker miteinander. Bislang arbeiteten üblicherweise die mitwirkenden Computerspezialisten in getrennten Abteilungen. Zusätzlich plant das Bundesinnenministerium, sechs so genannte ‘Dezentrale Polizeiliche Informations- und Servicecenter zur Bekämpfung der Computerkriminalität’ (DISC) bei den Polizeibehörden Dortmund, Bielefeld, Düsseldorf, Essen, Köln und Münster einzurichten. Sie sollen Informationen untereinander austauschen.

Eine landesweite Koordinationsstelle beim Landeskriminalamt soll unterstützend spezielle polizeiliche Lagebilder zur Computerkriminalität erstellen sowie rechtliche, technische und kriminalistische Probleme analysieren und Kontakte zur Bundesebene herstellen. Das hierfür zuständige ‘Zentrale Informations- und Servicecenter’ (ZISC) wurde bereits im September eingerichtet. Fortbildungsprogramme im Bildungszentrum der Polizei in Neuss und neueste Hardware unterstützen die Beamten künftig zusätzlich beim aufspüren von Internet-Delikten wie Datenspionage, Computerbetrug oder Softwarepiraterie.