Phil Zimmermann will PGP für VoIP bauen

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Voice over IP und Security ist gerade jetzt in der Zeit der ersten großen Adaptionswelle eine offene Frage.

Voice over IP (VoIP) und Security ist gerade jetzt in der Zeit der ersten großen Adaptionswelle eine offene Frage. Doch jetzt will sich einer daran machen, die Sicherheit bei VoIP zu erhöhen: Phil Zimmermann, Entwickler der Pretty Good Privacy oder PGP, einer Verschlüsselungslösung für E-Mails, hat ein neues Projekt dafür ins Leben gerufen.

Zimmermann, der sich bereits mit einem abhörsicheren Telefon für Menschenrechtsgruppen in der TK-Welt bewegt hat, versucht mit dem neuen Projekt “ein paar der bürgerlichen Grundrechte wiederherzustellen, die in den letzten Jahren abhanden kamen”. Wie es weiter in einer Ankündigung heißt, sollen sich auch Unternehmen damit besser gegen Industriespionage und Abhören wenden können.

Zimmermann zieht den Vergleich mit E-Mail. Ein paar Jahre zuvor seien die Menschen in die Mail-Nutzung gestolpert und hätten sich keine Gedanken um die Sicherheit gemacht. Genauso sei es jetzt mit VoIP. Und so wie PGP vor Jahren die E-Mails wie in dem berühmten Vergleich von einer Postkarte zum Brief im verschlossenen Briefumschlag gemacht habe, sollen jetzt auch Telefonate über IP verschlüsselt werden, damit die Privatsphäre gewahrt bleibt. Besonders das frei verfügbare Abhörprogramm ‘Vomit’ (Voice over Misconfigured Internet Telephones) steht dabei im Mittelpunkt der Bemühungen des Verschlüsslers. Er will das neue Projekt auf der Sicherheitskonferenz Black Hat diese Woche näher erläutern.