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Ein direkter Zusammenhang zwischen Amokläufen und Killer-Spielen lässt sich nicht nachweisen. Dennoch gibt es auch anlässlich des jüngsten Falles wieder die Forderung aus der Politik, solche Spiele generell zu verbieten. Die silicon.de-Redakteure Martin Schindler und Lutz Poessneck diskutieren das Für und Wider.

Täter wie Robert, Bastian und jetzt Tim setzten sich intensiv mit Spielen wie Counterstrike auseinander. Denn nach wie vor kommen Jugendliche trotz Altersbeschränkung offenbar sehr leicht an die begehrten Ego-Shooter.

Pro: Martin Schindler
Schluss mit Ballerspielen? Die Ereignisse von Winnenden, die alle Welt fassungslos nach dem Warum fragen lässt, fachen, wie die Tragödien 2002 in Erfurt und 2006 von Emsdetten, die Diskussion über ein generelles Verbot von Ego-Shootern an. Eine Diskussion, die es eigentlich nicht geben sollte, weil eigentlich kein Verbot nötig sein sollte, für etwas das es nicht geben dürfte. Allerdings sieht die Realität ganz anders aus. Es gibt nun mal die Ballerspiele und sie werden gespielt. Wer jetzt medienwirksam nach einem Verbot schreit, der sollte sich lieber fragen, warum brauchen wir ein Verbot, der muss sich fragen, warum findet dieses virtuelle Töten überhaupt statt? Sind es am Ende gar die gleichen Muster und Gründe, warum man im alten Rom die Gladiatoren auf einander hetzte? Was geht in einem modernen Menschen vor sich, wenn er die Entertaste abzieht, seinen Widersacher hinmetzelt? Ist es ein Gefühl von Macht, ist es der wonnige Schauer einer vermeintlichen Kontrolle über eine Situation, die es nur am Bildschirm gibt? Brauchen wir das wirklich? Brauchen wir eine Kultur des virtuellen Tötens, die vielleicht nicht der Auslöser für den Amok war, aber ganz sicher kein geeignetes Mittel ist, um solche Zwangslagen zu verhindern oder zu entschärfen? Wie lassen sich denn diese virtuellen Blutorgien im Cyberspace überhaupt rechtfertigen? Es als harmlose Ballerei hinzustellen mag bei Arcade-Spielen, wo es gilt, außerirdische Raumschiffe zu vernichten, vielleicht ja noch angehen. Ist das Hinschlachten im Cyberspace vielleicht mit dem Recht auf freie Meinungsäußerung zu begründen? Wer glaubt, dass der Akt des virtuellen Tötens ganz ohne Folgen für die Psyche bleibt, der täuscht sich. Manche Hemmschwelle wird dadurch herunter gesetzt und Soldaten, die tatsächlich in den Krieg müssen und im Vorfeld durch die dunklen Gänge von Ego-Shootern geballert haben, treffen ihre Feinde tatsächlich öfter mit einer tödlichen Kugel als andere. Brauchen wird das? Ich denke nicht, zumindest hoffe ich, dass wir es nicht brauchen. Wenn also ein Verbot von Spielen, deren vorrangiges Spielziel darin besteht, zu Töten, um weiterzukommen, eine Möglichkeit ist, noch mehr Menschen davon abzuhalten, solche Spiele zu spielen, sollten Bundestag und Bundesrat ein entsprechendes Gesetz lieber heute als morgen verabschieden.
Contra: Lutz Poessneck
Das Massaker in Winnenden ruft nach schnellen Erklärungen. ‘Amokläufer spielte Gewaltspiele’, heißt es in den Medien. Das kann schon sein. Die Polizei hat auf dem PC des Täters unter anderem das Computerspiel Counterstrike gefunden. Mit der Formulierung ‘Amokläufer spielte Gewaltspiele’ wird jedoch gleichzeitig – indirekt – ein kausaler Zusammenhang hergestellt. Einige dürften den Satz so verstehen: ‘Gewaltspiele führten zum Amoklauf’. Das ist verständlich. Geht es doch darum, dass Unfassbare greifbar zu machen und die ur-menschliche Frage nach dem ‘Warum’ zu beantworten. Wie nach dem Amoklauf von Erfurt tauchen jetzt Forderungen auf, so genannte “Killerspiele” zu verbieten – so etwa der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Kriminologen wiesen darauf hin, dass in einigen Computerspielen das Töten zwar virtuell, aber dennoch aktiv, geübt wird. In einem Kinofilm sei der Zuschauer dagegen passiv. Meiner Meinung nach ist die Forderungen nach einem Verbot der “Killerspiele” gut gemeint, geht aber zu weit. Viele Dinge können missbraucht werden – sind aber nützlich oder harmlos. Mit der gleichen Begründung könnte man Messer verbieten, weil bereits Menschen erstochen wurden. Als Kind habe ich ‘Indianer und Cowboy’ gespielt und dabei meine Spielkameraden “erschossen”. Bislang bin ich kein Mörder. Computer gab es damals noch nicht. Hätte ich einen gehabt, hätte ich ihn bestimmt genutzt. Heute spiele ich keine Computerspiele, kenne aber Menschen, die das machen. Über die Spiele habe ich verschiedenes gehört. Zum einen, dass sie die Hemmschwelle für Gewalt senken. Zum anderen, dass sie das Reaktionsvermögen und die Fähigkeit zur Zusammenarbeit trainieren (im Fall der Massively Multiplayer Online Role-Playing Games wie Final Fantasy). Auch angesichts des Massakers gilt für mich: Computerspiele sind ein Ausdruck der Freiheit in einer offenen Gesellschaft. Diese Freiheit ist ein hohes Gut, das der Staat so wenig wie möglich einschränken darf.

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22 Kommentare zu Pro und Contra: Schluss mit Killerspielen?

  • 13.3.2009 um 07:42 von Thomas

    Ich kann es nicht mehr hören
    Mensch, könnt ihr nicht mal andere Studien aufstellen, als dauernd nur diesen populistischen Quatsch nachzuplappern?

    So gilt es als sicher, dass die Amokläufer zum Großteil innerhalb der letzten 48h vor der Tat Brot gegessen haben… also sollte man besser auch Brot verbieten…

  • 13.3.2009 um 08:31 von Marcus

    Familie
    Komisch, dass Millionen andere Menschen auch diese Spiele spielen und im echten Leben keiner Fliege was zu Leide tun.

    Was ist denn mit dem familiären Umfeld? Und wieso kommt ein Kind an Schusswaffen??? Diese Themen sehe ich in der öffentlichen Diskussion absurderweise kaum.

  • 13.3.2009 um 09:17 von Andreas Hachmeister

    Verbote bringen gar nichts
    Selbst wenn man ein Gesetz erläßt das den Vertrieb und den Gebrauch von ‘Ballerspielen’ verbietet, was kommt dann? Große Hersteller werden sich daran halten, aber mit den heutigen Mitteln kriegt so was auch eine Muckelbude an der Ecke hin. Und die alle zu finden, viel Spaß! Und sollen auch die Anwender kriminalisiert werden? Das macht es A) noch interessanter und B) wie soll man das nachprüfen? Onlinedurchsuchung wegen Verdachts auf Ballerspiele? Nein, die Verantwortung liegt bei der Gesellschaft, indem jede Beziehungsperson auf Kinder und Jugendliche einwirkt, die sich damit beschäftigen.

  • 13.3.2009 um 09:40 von se2009

    Schützenverein verbieten
    Die Aussagen von Marcus kann ich nur unterstützen.

    In dem Fall von Winnenden konnte Tim die Waffen bestimmt nicht handhaben, weil er Counterstrike gespielt hat. Der Schlüssel ist hier der Sportschützenverein. Wenn man plakativ sogenannte Killerspiele verbieten möchte, dann müßte man auch die Schützenvereine verbieten.

    Unter den Leuten, die sofort Ego-Shooter verbieten würden, sind bestimmt genügend vorhanden, die "sportlich" Autofahren und Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer willentlich in Kauf nehmen. Hier findet trotz unnötigen Verkehrstoten auch kein Verbot statt.

    Das bei Software-Spielen die Gefühlswelt auf irgendeine Art und Weise beeinflusst wird ist gut vorstellbar. Aber man muss damit umgehen lernen, wie in anderen Lebensbereichen auch.

  • 13.3.2009 um 10:26 von Detlev Mages

    Verbietet die Verbote!
    Ich kann mich den Vorrednern Thomas und Marcus nur anschließen!

    Wenn die Schüler immer schlechter werden, schafft man die Noten ab!
    Wenn Banker Mist bauen, springt der Steuerzahler ein!
    Wenn das Elternhaus versagt, schafft man (Baller)spiele ab!

    Im konkreten Fall: Die Eltern eines in psychatrischer Behandlung stehenden Kindes, die sich nicht ausreichend um das Kind kümmern und die eine scharfe Waffe samt Munition im Haus haben, gehören wegen Beihilfe zum Mord in 15 Fällen abgeklagt und mit besonderer Schwere lebenslang weggeschlossen!

  • 13.3.2009 um 10:30 von hedonist

    Zensur im Anmarsch
    Worum es eigentlich geht, ist die Zensur. Eine kausale Implikationt aus der Existenz von ‘Killerspielen’ auf zunehmende Gewalt zu schließen ist schon deshalb Unsinn, weil Millionen pubertierenden Jugendlicher solche Spiele spielen, und Amokläufe eher die Ausnahme sind (wem diese Logik zu hoch ist, der sollte sich vielleicht nicht zu solchen Phänomenen äußern). Noch was zur Logik: Wer agressiv ist, der wird kaum Tetris spielen, sondern eher .. naja, ihr wisst schon. Also wird man auch solche Spiele auf seinem Computer finden.

    Wichtiger ist den Befürwortern des Verbots, dass sie dieses scheißliberale Computerzeug – sei es Internet oder Computer-Spiele – endlich unter ihre Kontrolle bringen könnten, was sie früher mit ‘Selbstzensur’ oder offiziellen Verboten von Büchern oder Filmen viel einfacher konnten (wenn es auch damals vergeblich war). Aber die neue Computerkultur ist diesen Menschen ein Greuel, weil sie sie letzten Endes nichts mehr kontrollieren können. Selbst ein Verbot des Verkaufs von ‘Killerspielen’ hätte als Konsequenz lediglich, dass den Interessierten noch immer die Möglichkeit bleibt, solche Spiele selbst zu entwickeln, was mit heutigen Werkzeugen nahezu jedem nicht ganz blöden Fünfzehnjährigen möglich wäre.

    Es geht nur um Zensur, damit die fetten Herren ihre Macht über den Verstand der Jugendlichen erhalten. Wer nicht mehr zur Kirche geht, wem die Schule am Rückgrat vorbei geht, das verblödende staatliche oder konsumorientierte private Fernsehen nicht mehr sieht, der ist kaum noch indoktrinierbar mit den ‘guten’ alten Werten unser katholisch konservaten Altvorderen. Da muss doch auch die letzte Bastion noch gerissen werden können; also her mit der Zensur über den Computer!

  • 13.3.2009 um 13:19 von Xand0r

    Warum nicht bei den Grundlagen anfangen?
    Jaja, und wieder einmal ist es soweit. Kaum ist der Amoklauf vorbei sind die Ego-Shooter wieder schuld. Ich kann mich hier meinen Vorredner nur anschließen, von einer Korrelation auf eine Kausalität zu schließen ist etwas zu mutig. Immerhin benutzen Amokläufer auch Waffen, vielleicht wäre es da nicht sinnvoller Waffen für Privatpersonen zu verbieten? Das hätte den Vorteil, dass man ne Pistole nicht eben mal in 5 Minuten kopieren kann (Spiele kann man brennen und verteilen) und auch nicht mal eben sein Torrent anschmeißen kann, um sich ein Gewehr runterzuladen. Ein Waffenverbot für Privatpersonen würde es deutlich schwieriger machen an Waffen zu kommen, als es bei einem Spieleverbot "schwierig" wäre an diese Spiele zu kommen.
    Daneben ist der Nutzen von Computerspielen mittlerweile auch nicht mehr umstritten. Klar, es gibt einige Studien, die zeigen, dass Ego-Shooter uns in hirnlose Killer verwandelt, aber wer sich diese Studien mal aus wissenschaftlicher Sicht anschaut, bemerkt schnell dass sie alles andere als repräsentativ sind. Es gibt im Studien-Gewirr allerdings auch eine erfreuliche Ausnahme, die jeder Politiker, der nach Verbot schreit, sich mal durchlesen sollte: Grand Theft Childhood.
    Es ist nicht nur die größte, sondern auch längste bis dato gemachte Studie zur Auswirkung von Computerspielen auf Jugendliche und kommt zu manch interessantem Ergebnis. Ja, auch diese Studie bestätigt eine erhöhte Aggressivität bei Jugendlichen, die nicht altersgerechte Spiele spielen (aber es gibt ja auch Ego-Shooter ab 16), aber nicht in einem solchen Ausmaß, dass man von in Killer verwandelnde Spiele reden könnte.
    Alles in allem kann man sagen, dass nicht die bösen Ego-Shooter an allem Schuld sind (mal nebenbei, was ist eigentlich mit anderen zum Töten animierenden Spielen, wie bspw. auch WoW, immerhin besteht der Hauptteil des Spiels aus dem Töten von Mobs oder andern Spielern?), sondern das diese Menschen vorher schon nicht ganz richtig im Kopf waren, eine hohe Gewaltbereitschaft hatten, leicht an Schusswaffen kamen(!) und die, statt ihre Aggressivität durch den Konsum von Computerspielen in den virtuellen Raum zu sublimieren, eben diese Aggressivität am Computer noch zu steigern gesucht haben.

  • 13.3.2009 um 15:02 von Peter

    Vielleicht sollte man eher die Veröffentlichung abkürzen
    Ich bin der Meinung das es keinen wirklichen Zusammenhang mit "Ballerspielen" und solchen Vorfällen gibt.
    Man denkt ja auch nicht über das verbot von Rennspielen nach, nur weil die Zahl der Unfalltoten so hoch ist.
    Das Ansatz sollte eine zurückhaltendere Berichterstettung sein. Das möglich Täter nicht motiviert werden hier ihr Portal zu finden um sich mitzuteilen. Denn wer sich nicht verstanden fühlt weiss das er etwas anstellen muss und schon wird Presse und Funk sich daraufstürzen und eine Sondersendung jagt die nächste, bzw. die Zeitungen können noch ein paar mehr Seiten an den Leser bringen. Wenn die saber nicht breit getreten werden würde wäre die Motivation bestimmt nicht so hoch. Doch das wird sicher nicht passieren, denn es zählen unter dem Strich nicht die Opfer sondern die Auflage oder die Quote.
    Einen schönen tag noch bis zum nächsten Zwischenfall.

  • 13.3.2009 um 15:48 von Picard

    Wieso ist denn Mord verboten?
    Das Argument, ein Verbot von Killerspielen hätte keinen Sinn, weil der Vertrieb nicht vollständig kontrolliert werden kann, darf so nist gelten.
    Denkt man dies zu Ende, bräuchte man auch kein Verbot für Mord, denn es ist nicht vollständig verhinderbar, dass Mord stattfindet. trotzdem hat sich unsere Gesellschaft Regeln inform von Gestzen gesetzt, die besagen, was erlaubt ist und was nicht. Diese gelten, ob sie kontrolliert werden oder nicht.

    Insofern KANN man Killerspiele verbieten – und wo immer es geht, die Einhaltung dieses Verbotes einfordern. Gleichzeitig müssen wir aber daran arbeiten, zu ergründen, warum das Töten von Menschen und die Zerstörung überhaupt in unserer Gesellschaft als Unterhaltung empfunden wird.
    Hier muss Erziehung ansetzen – hier ist auch kein kurzfristiges Ergebnis zu erwarten. Wenn wir uns die Entwicklungstrends in der westlichen FREIEN Gesellschaft ansehen, so ist zu erkennen, das nach und nach nahezu alle moralischen Schranken gefallen sind. Ob Pornographie, Gewalt, Schadenfreude oder Voyerismus – alles wird gewinnbringend zur Unterhaltungsware.

    Diese Entwicklung unsrer Gesellschaft vollzieht aber kein höheres Wesen, sondern sie wird von uns, den Bürgern vollzogen (hingenommen) – ok, oft in vorauseilendem Gehorsam profitorientierten Medienunternehmen gegenüber. Um ein angestaubtes Wort zu gebrauchen: "Es muss ein Ruck durch unsere Gesellschaft gehen." Wir müssen bereit sein, Teile unserer "Freiheit" zu opfern, wenn wir erreichen wollen, dass unsere Gesellschaft (-sordnung) eine langfristige Zukunft haben soll.

    Sonst befürchte ich, dass eine killerspieltrainierte Jugend, wenn sie irgendwann politische Verantwortung trägt, keine andere Wahl kennt/hat, als in Konfliktsituationen auf Gewalt als einziges Lösungsmittel zu vertrauen. Wohin das führt, haben 8 Jahre G.W. Bush anschaulich vorgeführt.

    J.-L. P.

  • 13.3.2009 um 15:53 von FEAR

    css
    lol killerspiel sollen nich verboten werden warum eig nur weil die amokleufer css oder andere spiele spielen huuuu bei css oder auch cs genant ist es so dass man geißeln retten muss und nich töten und man muss nur die teroristen killen sagen wir so ein ganz normaler banküberfall du bist ein polizist was machst du warten bis der täter noch mehr geißeln killt oder killst du ihn als erstes?????
    warum wird css immer gleich als erstes gnat ja weil es das meiste onlein ego shooter is lol und jetz ein verbot looooooooooooooll kannst vergessen XDDDDDD

  • 16.3.2009 um 08:28 von RAIER356

    Amoklaif
    Ich glaube nicht, dass diese Spiele Auslöser für Amokläufe sind. Hat man sich eigentlich schon mal überlegt, warum die Amokläufe in Schulen stattfinden? So wie es aussieht, sind die Täter dort wohl zuerst verletzt worden, von Mitschülern und vielleicht auch von Lehrern? Ich will die Taten nicht verteidigen! Konflikte sollten gewaltfrei gelöst werden. Aber sollten nicht die Lehrer eine entsprechende Ausbildung erhalten, dass Sie erkennen, wenn Schüler gemobt werden und dann entsprechend einschreiten? Mit der Ausbildung von Mitschülern als "Streitschlichter" wird die Verantwortung auf Kinder abgewälzt, denen die Lebenserfahrung erwachsener Menschen noch fehlt. Reformen im Schulsystem würden nach meiner Meinung eher was bewirken.

  • 16.3.2009 um 08:28 von Tutnixzursache

    Kindergarten
    @Fear
    komm geh wieder Telletubies gucken. Haben dir deine Eltern nicht beigebracht den Mund zu halten wenn sich Erwachsene unterhalten?

  • 16.3.2009 um 09:20 von Andreas Liebe

    "Killerspiele"
    Also ich habe auch schon viele "Killerspiele" gespielt, zum teil auch Tage lang und trotzdem bin ich nicht zum Mörder mutiert.

    Ich finde es bemerkenswert, dass nur die Politik so denk und kaum ein Anwender.
    Nur über die Politik soll es hier ja jetzt nicht gehen.

    Ich schließe mich eigentlich allen Vorrednern an, diese Ego-Shooter haben nichts mit dem wesen eines Menschen zu tun! Es lernt einen nicht, wie man mit einer Waffe um zu gehen hat oder so etwas.
    Es fördert rein das strategische Denken, welches ja wohl im ganzen Leben gebraucht wird!

  • 17.3.2009 um 10:08 von Dennis

    Medienverblödung
    Also ich könnt an die Decke gehen wenn ich das Wort Killerspiele schon höre. Jeder Fachmann der so einen Scheiss von sich gibt, sollte sofort seines Amtes enthoben werden. Ich selbst habe das erste Spiel wo Köpfe gerollt sind im Alter von 6 Jahren gespielt und spiele bis heute, wie Millionen anderer, Ballerspiele oder auch gewaltfreie Spiele immer mit der selben Intension. Nämlich Spaß am gewinnen und Spaß an der Community. Computerspiele sind heut mehr als nur plumpe Unterhaltung, es ist bereits seit Jahren eine Sportart in der auf Tunieren schon Preisgelder über weit über 100.000€ gezahlt werden also gesellschaftlich anerkannt und bringt heutzutage mehr Menschen friedlich zusammen als jedes andere soziale Netzwerk der Welt.

    Warum haben einige der Ammokläufer Counterstrike auf dem PC installiert lautet die Frage? Wer bitte hat in diesem Alter das Spiel denn nicht installiert??? Es klingt für einen 60 jährigen Politiker der in seiner Kindheit noch mit Ästen gespielt hat vermutlich seltsam, aber die Wahrscheinlichkeit, dass ein männlicher jugendlicher ein Ballerspiel auf seinem PC hat ist genauso hoch wie dass er ein Fahrrad besitzt. Es ist echt erschreckend mit was für einem gefährlichen Halbwissen unsere Regierenden und Medienvertreter über den Erdball wandern. Als würd ein Blinder über die Farbe reden, die haben absolut keine Ahnung.

    Ihr wollt wissen warum Kinder Ammok laufen? Dafür sollte man sich mal in ein Kind versetzen, dass in den Medien diktiert kriegt ohne Markenklamotten nichts zu sein, sich aufgrund der Arbeitslosigkeit seiner Eltern aber keine Markenklamotten leisten kann, dadurch in der Schule weniger Freunde hat, in einem System lebt in dem man das Talent eines Kunst Genies haben kann aber trotzdem nur nach einem 100 Jahre alten Notensystems beurteilt wird. Wie muss sich ein Kind fühlen, dass aus der Gesesllschaft gedrängt wird und von allen nur angespuckt wird? Und was macht ein junger Mensch der nicht mehr Leben will? Er tut das was wohl in jedem Kinofilm glorifiziert wird. Er verabschiedet sich mit einem großen Knall und rechnet nochmal mit allen ab!

    Ein Computerspiel hat mit so einer Tat NICHTS aber auch wirklich GAR NICHTS zu tun! Das ist das Versagen eines Leistungssystems, das auf Scheiss Werten basiert. Man sollte sich lieber mal überlegen, ob ich nicht die Schere zwischen Arm und Reich wieder enger zusammen bringe anstatt sowas belangloses wie Computerspiele zu verbieten.

    Dumme Welt…. Politiker und Medien sollte man komplett verbieten, das wäre die Lösung all unserer Probleme.

  • 18.3.2009 um 14:11 von Mark

    Warum spielen die Verurteiler nicht selbst mal sowas?
    … würden sie dies ernsthaft tun, würden Sie vielleicht am eigenen Leib erfahren, was Spaß macht, wie die Gamer-Community drauf ist, was das für Menschen sind, und worauf es bei diesen Spielen tatsächlich ankommt.

    Das unsere Gesellschaft offensichtlich verblödet, im übrigen auch ohne Killerspiele, sehen diese Herrschaften ja auch ein.

    Es ist das alte Spiel, es wird ein Sündenbock gesucht, und man nimmt natürlich denjenigen, der sich außerhalb des eigenen Erfahrungshorizontes befindet.

    Ich bin selbst sein vielen Jahren "professioneller Gamer". Wir haben Jahrelang in Ranglisten Counterstrike und ähnliche Spiele gespielt. Meine Erfahrungen? Nette, witzige, intelligente Leute aus allen sozialen Schichten, allen Alterklassen, jeden Geschlechts.

    Idioten gibt es natürlich auch überall … im Übrigen egal ob im Golfclub oder im Karnickelzüchterverein. Allerdings sind viele meiner Gamer-Kollegen gute real-Life Freunde von mir geworden.

    Für einen Nichtspieler mag es schwierig sein zu verstehen um was es geht. Hier ein Erklärungsversuch:

    Warum gibt es sportliche Wettkämpfe? Weil es einfach Spaß macht, sich in verschiedenen Disziplinen zu messen.

    Warum gibt es Kriegsfilme? Weil sich in diesen Extremen Szenarien ausgezeichnet Spannungsfelder aufbauen und transportieren lassen.

    Warum gibt es Horroliteratur, Fantasieliteratur, Science-Fiction Literatur, Historische Romane, Western Romane, u.v.v.m.? Weil es einen großen Bedarf an Spannung und Unterhaltung gibt.

    In Spielen ist man selbst einer der handelnden Figuren. Nur dass man seine eigene Geschichte schreibt, selbst derjenige ist, der a la "James Bond" die Welt befreit hat, und seine eigenen Fähigkeiten weiterentwickelt.

    Das ist Spannend, teilweise extrem anspruchsvoll und man ist gezwungen, sich sozial in einer Gemeinschaft zu verhalten, da man alleine NICHTS im Online-Gamerleben bewegen kann.

    … Im Gegenteil … Menschen, die in der Realität durch Ihre Sozilisation keine Chance haben (weil sie z.B. Dick oder sonstwie "unsexy" sind … ) gewinnen hier Freunde und Anerkennung.

    Die meisten Gamer die ich kenne (und das sind einige hundert … ) haben ordentliche Jobs, eine eigene Familie, andere Hobbies und haben keinerlei Probleme die Realität zu bewältigen. Warum auch?

    Leute die dies nicht schaffen gibt es und gab es schon immer.

    Wenn man ein Anspruchsvolles Gamerziel erreicht hat, fühlt man sich danach in etwa so als hätte man gerade mit seiner Mannschaft einen sportlichen Wettkampf gewonnen. Ein tolles Gefühl! Je spannender, komplexer und schwieriger dies war, desto besser ist es.

    … der Unterschied: Ich habe mich nicht dadurch beweisen müssen, in dem ich in der Realität jemandem schaden musste. (Wie z.B. beim Kickboxen)

    Ich habe mich mit einer Künstlichen Intelligenz gemessen oder mit anderen Spielern von irgendwo auf der Welt.

    Ich habe mein Kontaktnetzwerk erweitert.

    Und habe etwas erreicht.

    Wer auch nur einen Nachmittag lang gemeinsam mit Freunden z.B. Counterstrike gespielt hat, wird wissen was ich meine.

    Wenn die Garantie gegeben werden könnte, dass durch einen globalen Verzicht auf Ballerspiele die Amokläufe aufhören würden, wäre ich sofort dabei.

    Ich behaupte: Im Leben und der Sozialisation derjenigen die Amok laufen läuft grundsätzlich etwas verkehrt. Und zwar etwas, das nichts mit den Videospielen zu tun hat.

    Mangelnde Anerkennung, mangelnde Aufmerksamkeit, mobbing, Zurückweisung … es gibt mannigfaltige Gründe warum ein Mensch den Boden unter den Füßen verliert.

    Aber ausgerechnet das "Gamen"? Nein. So entspannt wie man nach einem heißen Match ist, hat man mit Sicherheit KEINE LUST darauf, so etwas in der Realität durchzuführen!

    Ernsthaft.

  • 20.3.2009 um 12:31 von Torsten Vogt

    Herr
    Ich frage mich was das soll.Ich höre Metal und spiele auch solche Spiele.Jedes mal wenn ein psychisch gestörter
    Mensch Leute umbringt möchten unsere Politiker gleich alles verbieten.
    Wo Leben wir den?
    Möchte der Staat uns alles wegnehmen?

    Ich Lebe in einem freiem Land.Wenn es noch so weiter geht verbieten die uns noch zu atmen.

  • 29.3.2009 um 19:11 von mareike böhm

    metal
    hallo herr … ich mach nwn peojekt über metal!!
    ich wüsste gerne was daran pro und kontra ist….
    bitte sei ehrlich… ich will nähmluich keine schlechte note kriegen…

  • 8.6.2009 um 09:27 von Funzel

    Heuchelei, dass die Heide wackelt
    Wer über die Ursachen von Gewalt nachdenkt, sollte erst mal so ehrlich sein, sich der Tatsache zu stellen, dass der Mensch generell eine gewisse Faszination für Gewalt empfindet: Was ist denn mit Kriminalfilmen und -romanen? Die konsumiert man doch auch, weil man den Tod von Menschen spannend findet. Soll man deswegen den Omas, die Groschen-Krimis kaufen, diese Heftchen verbieten?

    Und Aktenzeichen XY ungelöst: Guckt man das, weil man ernsthaft glaubt, sachdienliche Hinweise geben zu können? Nein, sondern weil Gewalt wie ein Faszinosum ist, auch wenn das kein Ruhmesblatt für die Menschheit ist.

    Ranga Yogeshwar hat im vergangenen Jahr in seiner Wissenschafts-Sendung Versuchsreihen beschrieben, die zeigen, dass Killerspiele zwar ein Indikator für bereits vorhandene Aggression sein können – und, im Ernst, wer hat in dieser von Stress geprägten modernen "Zivilisation" nicht zumindest latente Aggressionen? – dass die Spiele jedoch *nicht Ursache* der Aggression sind, sondern, im Gegenteil, oft einen reinigenden, kathartischen Effekt haben. Verbietet man die Spiele, wäre das genauso blödsinnig, wie wenn man einen Arzt vor Gericht bringt, weil er eine Erkrankung diagnostiziert hat.

    Was Amokläufe an Schulen betrifft: Hier wird immer wieder geheuchelt, dass sich die Balken biegen. Jeder weiß doch, dass an Schulen Hackordnungen entstehen, dass v.a. die Jungen (aber nicht nur die) sich gegenseitig zu dominieren versuchen, und dass Mädchen dieses Übel noch anheizen, indem sie den rücksichtslosesten Machos laut schmachtend hinterher rennen (obwohl sie sich gleichzeitig über diese Machos aufregen). Aber wird das offen thematisiert? Natürlich nicht. Ist ja auch bequemer, sich einen Sündenbock zu suchen (Ballerspiele). Dabei ist Psychoterror an Schulen *reale* Gewalt gegen *reale* Lebewesen, Ballerspiele nicht. Da "schießt" man nämlich nur auf bunte Pixel.

    Und wenn die Opfer eines Amoklaufes zu Grabe getragen werden, kann man sicher sein, dass unter den weinenden Trauergästen diverse scheinheilige Figuren sind, die den Täter vorher jahrelang systematisch aufgezogen und provoziert haben (oder die Provokationen zumindest gebilligt haben). Wer zieht *die* zur Verantwortung?

  • 23.6.2009 um 10:25 von Sven

    Killerspiele?
    Ich fände es gut, wenn spiele die eine 18. Freigabe erhalten auch erst an Personen ab 18 verkauft werden. Denn dies ist nicht immer der Fall und auch Eltern kaufen Ihren Kindern Spiele ab 18 damit beginnt das Problem. Zum anderen gibt es Millionen Spieler und weil 3-4 Jugendliche ausrasten sind es dann die Spiele die von Miliionen gespielt werden und nichts bewirken. Die Probleme liegen woanders und sollten erst einmal gesucht werden. Auch eine Regine Pfeiffer die sagt EA sei eine Schweinefirma verhällt sich falsch den EA stellt auch sehr viele und tolle andere Spiele her als Medal of Honor. Man sollte sich mal wirklich gedanken machen woher die Probleme kommen z.B. Familie nicht intakt, psychische Probleme und vor allem wie kommen die Kids an die Waffen und Munition.

    LG Sven

  • 2.2.2010 um 12:40 von Burkel

    Was soll es
    Was soll es,wenn man die Killerspiele verbietet,wenn der Junge der Amok läuft mit seinem Vater im Schützenheim schießt und seind Vater eine Waffe Zuhause hat und außerdem psychische Probleme hatte?

  • 11.1.2011 um 22:45 von Snakebite

    AW: Warum spielen die Verurteiler nicht selbst mal sowas?
    Du bist genial auf den Punkt gekommen der zählt.

  • 31.7.2011 um 00:52 von ValenARG

    ValentinARG
    Ich wollte nur einfach der Martin Schindler vorschlagen, dass er “Vicarious”, den Lied von Tool, mal hort.
    Meiner Meinung nach ist ein Verbot einfach nicht notig. Die kontrolle in Internet sind sehr schwach, man kann spiele irgendwo runterladen. Eltern sind auch verantwortlich, wenn man Kinder zu Hause diese so gennante “Killerspiele” spielen. Deswegen sind sie auch verantwortlich fur die Probleme von ihre Kinder, wenn sie von die Spielen affektiert werden.
    Viele Grusse aus Argentinien, diese Diskussion hat mich fur die Vorbereitung meines Thema in einen Deutsch-test geholfen.

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