Kommt die Black Box für KFZ?

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Die Rekonstruktion von Unfallhergängen im Straßenverkehr – analog zu der im Flugverkehr – wird in Japan bald sehr einfach werden. Sharp hat für den dortigen Markt eine sogenannte Black Box entwickelt, das bis zu sechs Stunden Fahrverlauf aufzeichnen kann. Bald wird man sie auch in Europa sehen.

Herzstück des Hightech-Fahrtenschreibers ist ein 2 MP CMOS Sensor im 1/4 Format kombiniert mit einer 180° Linse, um das Fahrgeschehen über die gesamte Straßenbreite zu erfassen. Das System gibt es in zwei Ausführungen, einmal für Rückfahranwendungen und zum anderen für den Frontbereich.

Auch in Europa gewinnen CCD und CMOS Module als Sensoren für Kamera gestützte Fahrerassistenzsysteme zusehends an Bedeutung. Für diesen mit 42 Prozent jährlich wachsenden Markt will Sharp im Laufe der nächsten ein bis zwei Jahre CCD- und CMOS-Automotive-Kameramodule anbieten.

Stand der Technik bei Kameras für passive Fahrerassistenzsysteme, die dem Fahrer in erster Instanz als Sichthilfen dienen, sind hoch empfindliche CCD-Module. Sie liefern durch ihre Lichtempfindlichkeit von nur 1,8 lux – das entspricht dem Umgebungslicht einer vom Mond beschienenen Straße – weitgehend klare Bilder. Noch haben CCD-Module aufgrund ihrer Lichtempfindlichkeit die Nase vor, doch langfristig werden sich wohl CMOS-Module als Rückfahrkameras durchsetzen. Nicht zuletzt weil sie billiger sind und sowohl eine höhere Auflösung als auch kompaktere Bauformen versprechen, da der Bildverarbeitungsprozessor direkt auf dem Kamerachip integriert werden kann.

Die nächste Generation von CMOS-Kameramodulen von Sharp für aktive Fahrerassistenzsysteme soll durch Rollverschlüsse Aufnahmegeschwindigkeiten von bis zu 30 Bildern pro Sekunde bei einer Dynamik Range von 100 dB erreichen. Zum Vergleich: das menschliche Auge erkennt rund 14 Bilder pro Sekunde bei einer Dynamik Range von 105 dB.