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Es ist schade aber leider wahr: Linux ist und bleibt ein Nischenprodukt und konnte sich im zurückliegenden Jahrzehnt keinen nennenswerten Rang auf dem Desktop erkämpfen. Daran konnten weder Mandrake noch Suse Linux etwas ändern.

Auch die derzeit beliebteste Linux-Distribution Ubuntu rüttelt an diesen Fakten nicht – und selbst ein so bekannter Name wie Google wird mit dem Chrome OS sicher nicht das Linux-Zeitalter auf dem Desktop einläuten.

Dennoch wurde jedes Jahr als Linux-Jahr auf dem Desktop ausgerufen und die Kollegen haben Überschriften wie “2004 wird Linux-Jahr” mit gutem Grund gemacht. Dennoch sind bis heute diese Prognosen nie eingetroffen.

Hier einige Beispiele aus der US-Presse:

2009: Year Of The Linux Revolution (FastCompany)
2009: Can Ubuntu Linux become a Windows killer? (TechTarget)
2008: Linux’s year on the desktop (ZDNet)
Is 2008 the Year of the Linux Desktop? (Linux Magazine)
2007: Forrester Calls Desktop Linux a Credible Threat to Windows (eWEEK)
2006: The year of desktop Linux? (GCN)
2005 will be the year of the Linux desktop (Express Computer)
2004: The Year Linux Grows Up or Blows Up (eWEEK)
Linus Torvalds Says 2004 is the Year for Desktop Linux (Slashdot)

Auch das Phänomen Netbook war nicht in Lage, dem Breitenmarkt das Betriebssystem Linux schmackhaft zu machen. Selbst die Hersteller waren erstaunt darüber, dass die Anwender zwar die Plattform Netbook so gut aufnahmen, aber dennoch den enormen Preisvorteil der Linux-Netbooks nicht wahrnehmen wollten.

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16 Kommentare zu Linux auf dem Desktop: Zeit für einen Abschied

  • 25.11.2009 um 08:31 von Wolfgang Grimm

    Linux auf dem Desktop
    Hallo,
    Ihr Artikel erstaunt. Kommt er doch, trotz der aufsteigenden Kurve zu der gegenteiligen Ansicht. Meines Erachtens ist es allerdings verwunderlich, daß es immer noch Anwender gibt. die mit Windows auf dem Desktop arbeiten. Eine logische Begründung kann es dafür nicht geben.
    Gruß

  • 25.11.2009 um 09:01 von Birger Krägelin

    Klare Worte…
    doch die Realität lässt sich nicht anders beschreiben. Jahrelang darauf zu warten, dass die technisch bessere und sicherere Alternative sich durchsetzt, muss auch mal ein Ende haben.

    Anfang der 90er haben RISC-Prozessoren der Intel-Architektur den Rang abgelaufen. Alle diese Innovationen und mehr finden wir heute in der Intel-Architektur. RISC ist tot.

    Linux hat dem Windows vor ein paar Jahren technologisch den Rang abgelaufen, heute finden wir alle modernen Konzepte in den Microsoft-Betriebssystemen.

    Die Marktführer haben von der Konkurrenz gelernt und noch eins draufgesetzt. Diese Tatsache müssen wir akzeptieren.

  • 25.11.2009 um 09:04 von derhallomann

    Eine logische Begründung kann es dafür nicht geben…
    … der Satz alleine zeigt, das es vor Verfassen des Kommentars keinerlei Auseinandersetzung mit dem Thema gab.

    Es gibt viele Gründe pro und contra Linux und Windows. Für individuelle Nutzer mag es keine vorstellbare Alternative geben, aber seine eigene Meinung als allgemeingültige Tatsache hinzustellen… Nunja.

    Man bleibt gerne bei dem, was man kennt und nutzt oft das, was der Bekanntenkreis/Umkreis nutzt, oder was an der Arbeit verwendet wird. Das ist im allgemeinen nicht Linux.

    Der Kurve einen Trend abzulesen ist allerdings schwierig :-) Ich gratuliere demjenigen, der daraus eine sinnvolle Prognose erstellen kann. Die konstante sehr niedrige Nutzung ist dennoch nicht gerade ein positives Zeichen für die Entwicklung von Linux auf dem Desktopmarkt

  • 25.11.2009 um 10:06 von Konrad Beringer

    Linux auf Bürorechner
    Alle "Experten" machen immer denselben Fehler, sie fragen nicht:

    was will oder muss ich mit meinem Rechner anstellen??

    Für den Büroalltag und Internet ist Linux die Alternative, kein Wurm etc, konfigurieren der Fritzbox ein Traum, Standartdrucker ebenfalls. Ich bin jedenfalls mit Linux und einem Nettop mehr als zufrieden, soll der Rest doch sein Geld wo anders ausgeben und den "Experten" noch lange ihren Job erhalten.

    K. Beringer

  • 25.11.2009 um 10:07 von Rainer Held

    Warum das Totenlied singen?
    Linux ist im Server-Bereich eine feste Größe. Es wird schon deshalb nicht sterben. Auch Server-Administratoren nutzen bei ihrer Arbeit gerne grafische Benutzer-Oberflächen. Gnome und/oder KDE werden schon deshalb bleiben. Es gibt keinen Anbieter, der Open Source Software vom Markt nehmen und damit verschwinden lassen könnte. Irgendwo werden sich auch in Jahren noch Kopien finden lassen, die im Gegensatz zur Kauf-Software legal installiert werden dürfen. Der Abgesang auf Desktop-Linux ist daher rein akademisch.

  • 25.11.2009 um 10:43 von Rainer Held

    Die Ursachen …
    Das aus meiner Sicht als IT-Berater größte Hindernis für den Wechsel zum Linux-Desktop ist das fehlende einheitliche API. Unter Windows doppelklicke ich eine Setup.exe und das Programm wird installiert. Die Kompatibilität ist (meistens) gewährleistet. Davon träume ich bei Linux. Software-Anbieter müssen nicht eine sondern viele Linux-Versionen ihrer Software bereit stellen. Das reduziert das Angebot. Chrome OS könnte mit seinen Web-Applikationen diese Einheitlichkeit schaffen.

  • 25.11.2009 um 12:31 von Sausewind

    Klare Worte, falsche Schlußfolgerung
    Der Desktop wandelt sich. Vom Desktop Rechner zum Laptop, zum Smartphone, zum ????. Wenn man vergleicht: Vor 10 Jahren war der Desktop der einzige Personalcomputer und damit Windows der einzige Zugang. Heute (wenn man alle "Personalcomputer" nimmt hat Windows nur noch auf traditionellen Geräten die Vorherrschaft. Und die traditionellen Geräte werden immer weiter zurückfallen. 60% aller täglichen Anwendungen kann ich schon mit einem Iphone erledigen. Natürlich keine Diplomarbeit schreiben oder große Tabellenkalkulation, aber für den täglichen Rest reicht es und damit auch für alle Nicht-Microsoft-Betriebssysteme. Und wer da das Sagen in 5 Jahren haben wird? Wir werden es sehen. Ich jedenfalls warte auf einen Sprachcomputer, in meiner Tasche oder hinter dem Ohr, mit dem ich mich unterhalten kann, dem ich die Diplomarbeit diktiere, mit dem ich die Kalkulation durchführe und der mir sagt : In 10 Minuten hast Du einen Termin.

  • 25.11.2009 um 13:03 von Guenni

    zu Rainer Held
    Genau das geht bei Linux auch, sogar mit einem Einfachclick.
    (SuSe Yast), nur bleiben viele Leute bei dem gewohnten. Diese Leute schalten sogar ihr Licht mit einem Doppelclick an (und damit aus) und wundern sich, dass es noch immer dunkel ist.
    Schmunzel :-)

  • 25.11.2009 um 13:05 von Pfau Thomas

    Linux?
    Ich habe zwei Rechner einen mit Windows und einen der unter Linux läuft.
    Ich bin eigendlich Tech.Informatiker aber zur Zeit Arbeitslos.
    Ich habe schon viele Betriebsysteme angefasst.
    Unter anderem
    - einem Schneider Cpc 6128 unter Cp/m im gegenzug zu den ersten Ms dos Rechnern war Cp/m war dem Ms Dos voraus z.B. es hatte da schon eine sogenannte Mehrbenutzerschnittstelle.
    - Dann hatte ich einen Amiga Computer ab dem Os 2.x – jetzt ist das Betriesystem dem Windows von win 3.x-Win7 32Bit nicht die Win 64Bit versionen bis auf wenige kleinigkeiten voraus.
    Z.B. von Hausaus Multilingual,Multitasking und kein Jahr 20xx problem.
    Also Windows benutze ich hauptsächlich für Cubase oder Samplitude.
    Bei Linux und die anderen Unix varianten sage ich es ist von Hausaus 64Bit fähig und dem Windows über längen noch überlegen.Dieses Potential muß halt mal noch erkannt werden.Amd plant eine 100 Kern Cpu und solle unter Linux laufen und das bekommt man unter Windows nicht hin.

  • 25.11.2009 um 15:30 von Thomas F.

    Linux ist für Geeks
    Es ist doch wirklich so. Sämtliche "Vorteile", die immer wieder zusammengesucht werden, werden von Geeks zur Schau gestellt. Immer wieder lese ich "Linux ist Windows ja um Längen überlegen, nur leider weiß es Niemand.".
    Ein eindeutig besseres System (besser im Sinne von einfacher und effektiver zu benutzen, also höhere Usability) wird sich auf jeden Fall am heutigen Markt durchsetzen. Das sieht man sehr gut an Firefox – oder auch am Iphone.
    Linux bietet dem Standardanwender keine Vorteile, sondern Nachteile.

    Damit Linux erfolgreich im Desktopbereich wird, muss folgendes passieren: Sämtliche Windows-Software muss sich ohne jeden Zwischenschritt direkt installieren lassen und problemlos und ebenso schnell laufen wie unter Windows. Linux muss komplett tastenkompatibel zu Windows werden.

    Aber selbst dann habe ich doch keinen echten Vorteil von Linux.

  • 25.11.2009 um 16:06 von Humer

    die üblichen Verdächtigen…
    kurz noch zu Guenni – Der "Einfachklick", unter Fachleuten auch Klick genannt, kann bei Windows bereits seit Win98, mit kleinen Addons schon unter 3.11 benutzt werden. Grund dies nicht zu tun ist die Vermeidung sogenannter "accidental clicks", also versehentlichen Anklickens.

    Ansonsten sehe ich in den Kommentaren leider nur wenig inhaltlich relevante Kritik, dafür einmal mehr die üblichen Rangeleien "das System XY ist besser" mit der unausgesprochenen Fussnote "weil ich es nämlich habe".

    Die reale Welt schaut ganz anders aus. Microsoft holt sich von Linux Ideen und vice versa – und Apple verpackt dann beides in einem anständigen Design.

    Linux hat als Büro-PC-System deshalb so wenig Erfolg, weil Windows intuitiv ohne quasi ohne Einlernzeit das tut was man will. Punkt. Wohingegen ich bei rechenintensiven Sachen (etwa Rendering) jederzeit gerne auf meine Linuxkiste zurückgreife.

    Es ist keine Frage von toll oder sicher oder stabil – es geht schlicht und ergreifend darum, dass man einen Nagel nunmal besser mit einem Hammer einschlägt als mit einem Schraubendreher.

    Als Urgestein in Sachen EDV kenne ich dieses Getue schon aus Zeiten von Atari und Amiga und habe es damals schon nicht verstanden.

    Für Nägel braucht es einen Hammer für Schrauben einen Schraubendreher. Und bis heute ist mir kein Schraubenhammer oder Hammerdreher bekannt, der es zu Serienreife geschweige denn Massenwaren-Status gebracht hat.

    Warum sollte Linux auf dem Desktop-Segment groß Prozente schaufeln?
    Es gibt keine logische und stichhaltige Begründung für einen Wechsel des Betriebssystems nur aufgrund des Labels auf der Schachtel.

    Die Anzahl und Verfügbarkeit kostenloser Applikationen ist bei Windowsprogrammen keinen Deut kleiner, der Rechner läuft unter Windows (Vista ausgenommen, Totgeburten gehören zur Evolution) weder besser noch schlechter. Bessere Speicherverwaltung hier, dafür schlechtere R/W-Performance da – das nimmt und gibt sich alles nichts, solange man keine ganz spezielle Aufgaben aufsetzt. Und WENN man das tut – dann erübrigt sich die Frage auch wieder, denn dann nimmt man DAS Betriebssystem, dass den Anforderungen am besten entspricht.

  • 25.11.2009 um 16:30 von Elmar Ortner

    ich dachte die Betriebssystemkriege hätten wir hinter uns
    Hallo Ihr Leutchen.
    Mit Interesse, viel schmunzeln und ab und zu ungläubigem Kopfschütteln hab ich jetzt eure Kommentare zu Linux gelesen.
    Nun ich kann mich mit Fug und Recht als EDV Dinosaurier bezeichnen. Wir haben bereits vor 20 Jahren mit OS/2 gearbeitet und versucht diesen Markt mit Software zu versorgen. Wie uns das Ergebnis zeigt – OS/2 oder später auch Warp genannt, is heute tot – auch wenn es einige Weiterentwicklungsversuche gibt.
    Nun das wird mit Linux sicherlich nicht passieren, denn dahinter steckt ja kein kommerzielles Interesse.
    Aber liebe Leute, ihr macht hier in dieser Diskussion einen entscheidenden Fehler, den wir damals so mitte der 90er auch mit Os/2 immer gemacht haben.

    Der kommerzielle Anwender (also die arme Sau, die im Büro mit seinem PC arbeiten muß, will ein Sysztem auf dem er sich einigermaßen auskennt – und bei dem er weiß wen er anrufen muß, wenns klemmt – und nimmt eben das was er vorgesetzt bekommt – man nennt sowas Gewöhnung).
    Und der Heimanwender interessiert sich nen Sch.dreck (sorry für die plastische Ausdrucksweise – aber so isses halt) – was da draufsteht oder drin ist. Hauptsache es tut das was er machen will und er findet sich einigermaßen zurecht. Und ob das jetzt Windows is oder Linux, das werden, oder wollen die wenigsten Leute wirklich wissen. Genauso wie es mich nicht interessiert ob in meinem Auto eine Einspritzanlage von Bosch oder von irgendeinem anderen Hersteller verbaut ist.
    Wißt ihr, man darf das Thema nicht so akademisch sehen. Meine Frau oder meine Kinder zuhause wollen halt einfach die 5-10 Aufgaben erledgen für die der Kübel in der Ecke steht. Und wenn der mit Windows funzt, dann macht sich da keiner Gedanken obs mit Linux schöner wär oder es da weniger Viren gäbe (dafür gibts ja wieder Antivirensoftware) – die wissen doch gar nicht was Linux is.
    Die meisten Leute haben von dem ganzen PC, EDV Krempel gar keine Ahnung und wollen davon auch nix wissen – die wollen den PC einfach benutzen – wie ein Auto. Und wenn das nicht mehr läuft, holt man den ADAC, macht sich aber keine Gedanken, ob man mit ner anderen Einspritzanlage nicht stehen geblieben wäre!!
    Also wer von euch mit Linux klarkommt, nehmt es. Wer nicht, nehmt Windows oder was auch immer.
    Seis drum – und nehmt es mir nicht böse, wenn ich nicht in das hohe Lied miteinstimmen werde – wie toll doch Linux is – is mir Wurscht – bei mir kommen keine Experiente mer ins Haus. Meine Kids benutzen Windows, wie in der Schule und in 999999 von 1000000 anderen Installationen auch – und ich auch.
    Ich hab genug Lehrgeld bezahlt in meinem EDV Leben. Sollen sich andere sinnloserweise die Köpfe einschlagen.Ich kanns und wills auch nicht ändern.

    Viele Grüße
    und nix für ungut
    immer schön locker bleiben – und sich nicht stressen lassen
    Elmar

  • 25.11.2009 um 23:23 von Timo

    Guter Artikel
    Linux hat sich auf dem Desktop in den vergangenen 10 Jahren nicht durchgesetzt, die Gründe dafür werden in Ihrem Artikel dargestellt. Aus eigener Erfahrung in Form eines sechsmonatigen Selbstversuchs der das "Plattmachen" von Windows XP und die Installation einer Linux Distribution beinhaltete, kann ich sagen daß für meinen Bedarf (Mail, Internet, Office) die Windows Plattform die bessere Wahl ist. Dabei spielen die Anwendungen nur eine untergeordnete Rolle da die von mir genutzten Produkte sind auf beiden System gleichermassen verfügbar sind. Ausschlagggebend für die Rückkehr zu Windows war im wesentlichen die Tatsache daß sich das eingesetzte Linux durch selbständige Updates selbst zerstörte und jedes Mal aufwändig repariert werden musste bzw. jede Softwareinstallation jeweils einen "Rattenschwanz" von Folgeupdates abhängiger Pakete nach sich zog was mehrmals zu Seiteneffekten führte. Darüber hinaus war ich bei der Softwareauswahl auf das Angebot "meines" Distributors festgelegt – es sei denn ich wäre willens gewesen selbst zu kompilieren. Windows erscheint mir diesbezüglich deutlich pflegeleichter.

    Meiner Meinung nach ist die größte Stärke von Linux gleichzeitig sein Hauptproblem für den Desktopeinsatz: Die enorme Diversifizierung auf allen Ebenen des Systems. Es existiert kein allgemein akzeptierter "Standardsoftwarestack" unter Linux, vielmehr stellt jeder Distributor aus kleinteiligen Einzelkomponenten ein Ganzes zusammen das jedoch als solches nicht kompatibel zu den Produkten anderer Distributoren ist. Um nur ein paar Variablen zu nennen:
    - Kernelversion und dessen Umfang
    - Version von X11
    - Fenstersystem (KDE, Gnome, …)
    - Audiosubsystem
    - Menge und Versionsstand mitgelieferter Software
    - Paketverwaltungssystem

    Softwareautoren sind dadurch gezwungen für eine Vielzahl der möglichen Kombinationsmöglichkeiten jeweils ein Paket zu erstellen und zu unterstützen. Das geht in der Praxis nicht für alle Distributionen von Linux und führt dazu daß jeweils ein Teil der Enduser "aussen vor" bleiben – es sei denn man nimmt es auf sich die Wunschsoftware selbst zu kompilieren was sich wiederum durch die enorme Menge von potentiellen Abhängigkeiten zu anderen Softwarepakete nur wirkliche Enthusiasten zumuten.

    Wenn die Linux Gemeinde das Ziel hat den Desktop von Otto Normaluser in großem Maßstab zu erobern, dann ist es aus meiner Sicht erforderlich daß über Einzelkomponenten wie die oben genannten hinaus eine einheitliche Systemschnittstelle geschaffen wird die insbesondere von den konkreten Implementierungen und deren Versionsständen unabhängig ist – ähnlich wie OpenGL im Grafikbereich nur die Programmierschnittstelle vorgibt müsste ein distributionsunabhängiges "Linux API" her das jedes Linux implementiert und damit erlaubt das gleiche Binary unter verschiedenen Linuxen zu nutzen. Bei der Gelegenheit müsste dann auch gleich ein einheitliches Paketformat vorgeben werden.

  • 26.11.2009 um 08:51 von Olaf Jobmann

    Falsche Ansätze
    Sicherlich kann die Entscheidung pro oder contra Linux/Windows nicht über eine Featureliste beschrieben werden. Ohne es genau überprüft zu haben, maße ich mir an zu sagen, alles was auf Linux geht, geht auch auf Windows und anders rum. Das gleiche gilt wohl auch für den MAC, dort vielleicht ein wenig chicker.
    Ich selber komme aus einer Generation, die einen Computer noch erklären und zusammen bauen kann; die noch weiss, was Festplatten und Treiber sind. Viele der heutigen Millenium-Generation, kann das nicht und will es sicherlich auch nicht. Vielleicht weil sie es nicht brauchen. Wenn etwas kaputt ist wird es nicht repariert sondern entsorgt, da es ein Massenprodukt geworden ist. Insofern ist also klar, wie Entscheidung getroffen werden. Es sind nicht der Technik geschuldete Argumente, sondern des Marketings die zu Kaufentscheidung führen. Und da haben die Damen und Herren aus Redmond halt mehr Potential, da sie über 20 Jahre mit teuren Lizenzen die Kriegskasse füllen konnten. Überall wo ein potenten Marktgegner zu finden ist (Smartphones, Spielekonsolen), ist die Position von MS nicht vorherrschend, Bei Client PCs schon (noch). Mal sehen, was mit Chrome OS passiert, wenn wir alle nur noch unsere Daten im Netz haben!
    VG
    Olaf

  • 26.11.2009 um 09:46 von Borwinius

    Microsoft-Knebel-Lizensierung
    wir haben hier in der Firma ein Globalagreement mit MS.
    Die Lizenz ist so ausgelegt, dass wir für jedes Gerät(qualified Desktop), was in der Lage ist mit Windows bespielt zu werden, auch eine Windowslizenz bezahlen müssen. Unabhängig davon ob wir Linux oder Windows auf dem System haben. Wir müssen dafür eine Lizenz bezahlen. Daher ist es kein Wunder, das die IT-Manager sich für Windows entscheiden.
    Gibt es ähnliche Erfahrungen?

  • 26.11.2009 um 13:13 von Yu Kei

    Autsch !
    Ich wusste gar nicht das es so schlecht um Windows steht !

    Pro-Linux.de :

    -Pariser Schulen nutzen Open-Source-Workflow-Portal Eliot

    -Londoner Börse kauft Linuxbasiertes MillenniumIT

    -Open Source dominiert bald Smartphones

    -Open-Source-Software in Frankreich stark verbreitet

    -OpenOffice.org boomt in Belgien

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    -Andalusien verteilt Open-Source-Laptops an Schulen …Januar des kommenden Jahres 190.500 Schüler und Lehrer …

    -Schulen im polnischen Jaworzno wechseln zu Linux

    -Virtualisierung und Linux erobern Brasiliens Schulen …dass insgesamt 324.000 virtualisierte Desktops…größte … und Linux-Deployment

    -Migration russischer Schulen auf freie Software endgültig beschlossen. Planmäßig soll die Migration der ca. 61.000 russischen Schulen Ende nächsten Jahres abgeschlossen sein.

    -Stadt Münster setzt auf freie Software … Die Stadt Münster setzt auf ihren Servern verstärkt auf Linux, PHP und andere freie Software…

    -Amsterdams Stadtverwaltung telefoniert via Asterisk

    -München und Auswärtiges Amt kooperieren bei freier Software

    -Stadtverwaltung von Zaragoza stellt auf Linux um

    -Niederländische Polizei prüft Wechsel auf Open Source

    -Berliner Polizei setzt auf Linux

    -Französische Gendarmerie wechselt zu Ubuntu

    -Französisches Erziehungsministerium entscheidet sich für Red Hat

    -Französisches Parlament wechselt zu Ubuntu

    -Französische Regierung spricht sich für ODF aus

    -Niederländisches Patentamt migriert auf Open Source

    -Norwegen stellt auf offene Standards um

    -Barcelona startet Migration auf Linux

    -Axarquía migriert zu Open-Source-Desktops

    -Bozener Schulen wechseln zu Linux

    -Behörden von Südafrika wechseln zu offenen Standards

    -Regierung der Extremadura wechselt zu Linux

    -Australische Regierung veröffentlicht Open-Source-Guide

    -Regierung Senegals setzt auf Open Source

    -Deutsche Flugsicherung reduziert mit Open Source Kosten ..Wechsel auf Linux und Open-Source-

    -Linux-Einsatz in deutschen Schulen steigt

    -ITDZ Berlin unterstützt Linux-Einsatz an Berliner Schulen

    -Schulen des Kantons Genf migrieren zu Linux

    -23.000 Linux-PCs in philippinischen Schulen

    -Open Source auch für japanische Schulen

    -Belgische Justiz migriert zu Linux

    -etc.
    -etc.
    -etc.

    Ansonsten netter MicroSoft Fud, der nichts mit der Realität zu tun hat. So kann man sich als Redakteur auch ins Abseits schiessen.

    Gruss

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