iPhone-Ensemble kündigt erstes Konzert an

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Nichts gegen Smartphones im Allgemeinen und das iPhone im Besonderen. Aber muss das denn wirklich sein? Anstatt ein “richtiges” Instrument zu lernen, haben sich jetzt Studenten der Universität Michigan zusammengetan, das ‘Michigan Mobile Phone Ensemble’ gegründet und ein erstes Konzert angekündigt. Jedes Esemble-Mitglied spielt dabei auf demselben “Instrument”: Dem iPhone.

“Wir sind nicht auf die Physik traditioneller Instrumente beschränkt. Wir können interessante, seltsame und ungewöhnliche Dinge tun”, sagt der Österreicher Georg Essl, Assistenzprofessor für Elektrotechnik und Informatik sowie Musik an der Universität Michigan. Vor allem die Sensoren, mit denen das iPhone ausgerüstet ist, würden neue künstlerische Möglichkeiten schaffen.

So kann das Gerät so programmiert werden, Informationen aus den integrierten Sensoren in Klänge umzusetzen. Essl und seine Kollegen seien zudem die ersten, die das Handy-Mikrofon zum Blasinstrument gemacht haben, heißt es von der Universität.

iPhone Orchester
Musik oder Informatik-Spielerei? Das iPhone-Orchester
Foto: Universität Michigan

Neben dem Mikrofon könnten auch Touchscreen und Bewegungssensoren des iPhone genutzt werden, um Berührungen und Schütteln durch eine geeignete Programmierung als Klänge umzusetzen. Das gilt prinzipiell auch für Daten beispielsweise aus GPS oder WLAN-Modul. “Um ein kreatives Stück zu schaffen, muss man sich mit der Technologie befassen, aber damit die Technologie interessant wird, muss man auch auf die Musikalität eingehen”, meint Essl.

Dass eine kreative Programmierung das iPhone zum interessanten Musikinstrument macht, will Essl mit seinen Studenten in Michigan mithilfe eigens für das Smartphone-Orchester entwickelter Stücken zeigen. Diese werden am 9. Dezember im Rahmen eines Konzerts an der Universität aufgeführt.

Der Gedanke, dass es sich um spezielle Kompositionen handelt ist irgendwie tröstlich. So bleiben die Herren Mozart, Beethoven und Schubert vor iPhone-gerecht gestutzten Variationen auf ihr Werk verschont. Noch.