Browser-Historie, so einzigartig wie ein Fingerabdruck

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Jeder Mensch ist einzigartig das gilt auch für den Fingerabdruck, den ein Mensch beim Surfen im Internet hinterlässt. Das zumindest ist das Ergebnis der ersten größeren Studie zum Thema Nutzer-Identifizierung über die Browser-Historie. Schon der Besuch von vier Web-Seiten liefert den Anbietern von Seiten, die diese Daten auslesen, nahezu Gewissheit, wer sich da in ihrem Web-Angeobt tummelt.

Dass die Wahrscheinlichkeit, die gleiche Browser-Historie, zweimal vorzufinden sehr gering ist, überrascht nur mäßig. Allerdings haben jetzt französische Forscher in einer Studie nachgewiesen, dass jeder Mensch einen anderen Weg im Internet beschreitet.

Damit ließe sich ein Nutzer alleine schon aufgrund seines Verhalten im Netz identifizieren, erklären die Forscher von der öffentlichen Forschungseinrichtung Inria in ihrer Studie. Die meisten Nutzer hätten demnach völlig unterschiedliche Browser-Historien auf Web-Seiten, die sie häufiger besuchen.

Für die Untersuchung mit dem Titel: “Why Johnny can’t browse the Internet in Peace: On the uniqueness of Web browsing history patterns” hatten die Forscher knapp 367.000 Internet-Nutzer und deren Verhalten im Web analysiert. Es soll die erste Untersuchung dieses Umfangs im Bereich Web-Nutzung sein. Diese Nutzer hatten eine Seite aufgerufen, über die die Forscher das Verhalten der Nutzer im Web verfolgte und auch deren Suchmustern und nach deren Suchfrequenz.

“Unsere Studie zeigt, dass für eine Mehrzahl der Nutzer (69 Prozent) die Browser-Historie einzigartig ist. Bei Nutzern, von denen wir mindestens 4 Web-Seiten nachverfolgen konnten, konnten wir in 97 Prozent aller Fälle die Nutzer eineindeutig zuordnen”, heißt es in der Studie.

Die Forscher hätten auch eine signifikante Stabiliätsrate in den Bewegungsmustern der Nutzer erkannt. Nutzer, die mehrmals auf eine Seite zugriffen, haben in 38 Prozent der Fälle, identische Fingerabdrücke.
Über diese Historie, die man technisch auf verschiedene Weise auslesen kann, können Web-Autoren also eine Menge herauslesen. “Daher kann die Web-Historie durchaus mit einem biometrischen Fingerabdruck verglichen werden”, schließen die Forscher.

[mit Material von Dara Kerr, News.com]

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