Big Data: VMware virtualisiert und verwaltet Hadoop

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Mit einer neuen Technologie in der Virtualisierungslösung vSphere ermöglicht es VMware jetzt auch Hadoop-Cluster zu verwalten.

Damit verbindet VMware mit den so genannten Big Data Extensions vSphere mit dem Big-Data-Tool Hadoop und ermöglicht es so, Hadoop zu virtualisieren und vor allem zu verwalten. VMware hat bereit technisch erste Schritte in diese Richtung getan und weitet diese jetzt noch aus.

Diese VMware vSphere Big Data Extensions sind ab sofort als Beta verfügbar. Über diese Extentions können Anwender die virtualisierten Hadoop-Cluster jetzt auch mit einer Management-Lösung verwalten.

Allerdings kommt die vSphere-Lösung nicht ohne eine zusätzliche Hadoop-Plattform aus. vSphere allerdings unterstützt jetzt unter anderem die Verwaltung von den Hadoop-Angeboten von Cloudera, MapR, Pivotal, HortonWorks. Jetzt ist es Unternehmen möglich, die eigenen Big-Data-Projekte selbst als Service zu hosten. Sämtliche Lösungen stehen unter der Apache-Lizenz zur Verfügung.

Auch Hadoop-Closter profitieren laut VMware von den Vorteilen der Virtualisierung. Quelle: VMware
Auch Hadoop-Closter profitieren laut VMware von den Vorteilen der Virtualisierung. Quelle: VMware

VMware wirkt auch über das Projekt Serengeti an der Entwicklung der Big Data Extentions für vShpere mit. Die Entwickler des VMware-Projektes Serengeti haben es sich zum Ziel gesetzt, Hadoop für virtuelle Infrastrukturen zu optimieren. VMware erklärt darüber hinaus, dass Serengeti zudem einige neue Features aus Apache Hadoop unterstützt. Eines dieser Features ist YARN, das es erleichtern soll, Anwendungen zu schreiben, die auf Hadoop aufsetzen. Ab sofort können sich Unternehmen für den Beta-Test registrieren. Voraussetzung ist allerdings vSphrere 5.1. Die Big Data Extentions sollen dann gegen Ende des Jahres allgemein verfügbar sein.

Nachdem mit VMware der Marktführer für Virtualisierungslösungen Hadoop in das eigene Systems Management integriert, könnte das die Verbreitung von Hadoop in Unternehmen weiter verstärken. Denn auch Hadoop-Cluster profitieren von den Vorteilen einer Virtualisierung. Anders als Amazon, das mit Elastic Map Reduce (EMR) einen Public-Cloud-Service für Hadoop anbietet, zielt VMware derzeit eher auf Private Clouds. VMware könnte zudem Hadoop-Support in den Public-Cloud-Service integrieren, der im Verlauf des Jahres auf den Markt kommen könnte. Vorstellbar ist auch, dass VMware auch die Funktionalitäten erweitert und zum Beispiel ein Migrations-Tool anbietet.

Zudem zwingt VMware damit auch die Konkurrenten, wie zum Beispiel Microsoft, ähnliche Konnektoren zu Hadoop zu entwickeln. Damit könnte Microsoft in Hypver-V und dem Management-Tool Windows Systems Center entsprechende Funktionen einbauen.

 

 

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