Netzwerk-ManagementNetzwerke

Cisco erweitert SDN-Portfolio

Cisco Logo (Bild: Cisco)
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Neue Hardware und neue Software für das Software Defined Network sowie zusätzliche Cloud-Management-Integrationen stellt Cisco vor.

Der Netzwerkausrüster Cisco stellt zahlreiche Neuerungen für das Software Defined Network vor. So gibt es für die Application Centric Infrastructure (ACI) neue Hardware und erweiterte Funktionen. Auch die Nexus-Switching-Familie bekommt neue SDN-Funktionen und ein eigenes Cloud Management System. Mit dem Cisco Virtual Topology System (VTS) präsentiert Cisco auch ein neue Lösung für Rechenzentrum-Overlay-Netzwerke. Die neuen Funktionen werden größtenteils im Verlauf des 2. Halbjahres verfügbar sein, heißt es von Cisco.

ACI ist die Enterprise Ready Version von SDN aus dem Hause Cisco. Anwender dieser Lösung bekommen schlüsselfertige Lösungen auch für heterogene Hardware-Landschaften. So unterstützt ACI künftig auch Microsoft Azure und die Virtuelle Network Automation in Microsofts System Center. Mit erweitertem Fabric-Support für verteile Rechenzentren und für Disaster-Recovery-Szenarien ist ACI nun auch via DWDM, Pseudo Wire und 40G Dark Fiber über eine Distanz von 150 Kilometern einsetzbar. Mit neuen Funktionen wie etwa einer Heat Map, einer neuen Kapazitätsplanung und neuen Werkzeugen für die Problembehebung vereinfache Cisco zudem die Administration von ACI-Installationen.

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Cisco veröffentlicht eine ROI-Case-Study. ACI-Nutzer Symantec meldet durch den Einsatz der Software-definierten Netzwerklösung erhebliche Kosteneinsparungen. (Bild: IDC/Cisco)

Neben neuen Nexus 3000 Switches erweitert Cisco auch die Funktionen des NX-OS-Betriebssystems für die Nexus 9000-Familie. Anwender bekommen damit ein Object Store, sowie modellgetriebene Erweiterungen für das NX-API, diese stehen darüber hinaus für die gesamte Nexus-Familie bereit, wie das Unternehmen mitteilt. Das Betriebssystem integriert nun auch DevOps-Automatisierungs-Tools von Drittherstellern. Mit der Funktion Secure SDK können unabhängige Anwendungen auch nativ auf NX-OS laufen.

Cisco kündigt für das dritte Quartal 2015 auch neue Nexus-Hardware an. Der Nexus 3200 unterstützt 10G/25G/40G/50G/100G und richtet sich vor allem an den Einsatz in Cloud-Rechenzentren. Der Nexus 3232C liefert 128 Ports 25Gb oder 32 Ports mit 100Gb. Der Nexus 3264Q birgt 64 Ports mit 40Gb. Darüber hinaus bekommen die Modelle Nexus 5600 und Nexus 7000 Stadard-basierten Fabric-Support für VXLAN BGP EVPN. Derzeit unterstützt lediglich das Modell Nexus 9000 diesen Standard. Und ab sofort gibt es Support für VXLAN BGP EVPN auch auf dem modular aufgebauten Nexus-9500-Switchen.

Support für sämtliche Nexus-Swtiche (von Nexus 2000 bis Nexus 9000) bringt auch das neue Cisco Virtual Topology System (VTS). Damit liefert Cisco ein Data Center Overlay für die Provisionierung und das Mangement für das Nexus-Stand-alone Fabric. VTS unterstützt auch die BGP EVPN Control-Pane für das Mangement von VXLAN-Overlays und integriert sich auch in Cloud-Management-Technologien wie OpenStack.

Nebem dem Deployment Modell (ACI) bietet Cisco für Service- und IaaS- oder Cloud-Provider den Ansatz Programmable Fabric für das SDN. Hier bekommen Anwender unter anderem Support für BGP-EVPN VXLAN und eben auch eine nahtlose Integration in Management-Werkzeuge wie OpenStack. Darüber hinaus bietet Cisco auch den Ansatz Programmable Network. Damit können Anwender ihre Netzwerkkonfigurationen und das Management automatisieren.

Martin Schindler schreibt nicht nur über die SAPs und IBMs dieser Welt, sondern hat auch eine Schwäche für ungewöhnliche und unterhaltsame Themen aus der Welt der IT.

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