Samsung PrinterOn ermöglicht Drucken aus der Cloud und von Mobilgeräten

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Die grundlegende Technik hat Samsung mit dem kanadischen Dienstleister PrinterOn Ende 2014 übernommen. Der darauf basierende Service wird in den Ausprägungen Enterprise, Express und Hosted nun auch Firmen in Deutschland angeboten. Er vereint Merkmale mehrerer etablierter Konkurrenzangebote.

Samsung bietet mit dem cloudbasierten Druckdienst PrinterOn nun Firmen eine eigene Möglichkeit an, Dokumente aus der Cloud oder via Mobilgeräten auf seinen Druckgeräten auszugeben. Laut Samsung reicht zur Nutzung eine einmalige Registrierung und der Besitz eines kompatiblen Druckers, die Installation zusätzlicher Software oder Treiber sei nicht erforderlich.

Samsung (Bild: Samsung)

Das neue Angebot basiert auf dem Ende 2014 von Samsung übernommenen kanadischen Dienstleister PrinterOn. Es ermöglicht unter anderem per App den Druck von kompatiblen Smartphones und Tablets aus. Unterstützt werden Geräte mit Android, iOS und Windows. Außerdem können Dateien auch aus der Cloud an einen Samsung-Drucker gesendet werden. Die kompatiblen Drucker sind zudem über eine E-Mail-Adresse erreichbar, an die sich Dokumente zum Ausdruck schicken lassen.

Damit vereint Samsung PrinterOn Eigenschaften mehrerer Wettbewerbsangebote und überschneidet sich teilweise mit ihnen. Den Druck via Versand an eine dem Drucker zugeordnete E-Mail-Adresse propagiert HP schon seit Jahren als HP ePrint – allerdings mit reichlich Anlaufschwierigkeiten und überschaubarem Erfolg aufgrund der in der Praxis doch etwas umständlichen Handhabung. Diverse Apps der jeweiligen Druckgerätehersteller, die das Drucken von Mobilgeräten aus erlauben, wurden schon vor Jahren eingeführt.

Den dadurch entstandenen Wildwuchs und die Unübersichtlichkeit wollte eigentlich die Mopria Alliance (Mobile Printing Alliance) beseitigen, zu deren Gründungsmitgliedern neben Canon, HP und Xerox auch Samsung gehört und der inzwischen mit Brother, Epson, Konica Minolta, Lexmark und Kyocera und Ricoh auch weitere wichtige Anbieter angehören. Ziel der Mopria Alliance ist es, einheitliche, herstellerübergreifende Standards für das Drucken von Mobilgeräten aus zu schaffen und Druckgeräte zu zertifizieren. Inzwischen ist die Liste der Mopria-zertifizierten Drucker bereits recht umfangreich.

Samsung-PrinterOn-MultiXpress-MFPs (Bild: Samsung)
Mit Samsung PrinterOn gibt es jetzt eine weitere Möglichkeit, Dokumente aus der Cloud oder von Mobilgeräten aus auszudrucken. (Bild: Samsung)

Damit hat die erst später gegründete Mopria Alliance der schon Jahre vorher vom Berliner Unternehmen Cortado ins Leben gerufenen Cloud Printing Alliance etwas den Schneid abgekauft. Auch hier ist Samsung beteiligt. Brother, Develop, Konica Minolta, Kyocera, Lexmark, Oki und Sharp sind ebenfalls dabei, HP, Canon oder Ricoh dagegen nicht.

Bei der Cortado-Cloud-Printing-Lösung werden Dokumente in der Cloud gespeichert und anschließend mit Smartphone oder Tablet auf einem beliebigen, WLAN- oder Bluetooth-Drucker mit Internetanschluss ausgegeben. Mobilgerät, Drucker und Dateityp sind dabei unerheblich, die erforderlichen Anpassungen werden jeweils in der Cortado-Cloud vorgenommen.

Warum Samsung nun doch noch einmal ein eigenes Angebot auflegt, ist also nicht ganz klar. Angeboten wird PrinterOn jedenfalls in den drei Varianten Enterprise, Express und Hosted. Zielgruppe der Express Edition sind dagegen Einrichtungen mit niedrigem Druckvolumen. Die mobile Lösung lässt sich über eine zentrale Benutzeroberfläche konfigurieren.

Die Enterprise Edition setzt eine Private Cloud voraus und eignet sich für Unternehmen mit hohem Druckvolumen sowie mehreren Netzwerken. Sie verbindet dann Drucker über das gesamte Firmennetzwerk hinweg.

Die Hosted Edition setzt auf einer Public Cloud auf. Sie ist für den Einsatz an öffentlich zugänglichen Orten wie Hotels oder Flughäfen gedacht. Dort lässt sich dann Kunden oder Gästen eine einfache Möglichkeit zum Drucken anbieten. Bei dem Druckservice ist Samsung zufolge standardmäßig die gesicherte Ausgabe von Dokumenten vorgesehen: Die Freigabe eines Ausdrucks erfolgt erst nach Eingabe eines PIN-Codes durch den Anwender.

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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