Verbraucherschützer warnen vor gefälschten USB-Sticks auf Online-Marktplätzen

WorkspaceZubehör

Kingston hatte im Januar USB-Sticks mit einer Kapazität von 2 TByte auf den Markt gebracht hat. Die kosten aktuell je nach Anbieter zwischen 1579 (Alternate) und 3620 Euro (Amazon). Für 20 bis 50 Euro sind Speicher-Sticks mit der Kapazität dagegen trotz anderslautenden Angeboten auf Onlinemarktplätzen nicht zu haben.

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat vor Betrug mit USB-Sticks auf Online-Marktplätzen gewarnt. Offenbar machen sich die unseriösen Händler das hohe Interesse an Speichersticks mit besonders hoher Kapazität zunutze, das durch die Vorstellung des Modells DataTraveler Ultimate GT durch Kingston im Januar ausgelöst wurde. Es ist mit Speicherkapazitäten von 1 und 2 TByte im Handel.

USB-Stick mit bis zu 2 TByte: Der DataTraveler Ultimate GT (Bild: Kingston)
Der echte DataTraveler Ultimate GT von Kingston mit 2 TByte Speicherkapazität kostet derzeit mindestens 1579 Euro, die 1-TByte-Variante noch knapp 850 Euro. (Bild: Kingston)

Die Preisunterschiede dafür sind gewaltig: Während aktuell der Hersteller in seinem Shop ohne Versandkosten 1710 Euro verlangt, kostet die Ausführung mit 2 TByte bei Alternate derzeit 1579 Euro (sofern man bis zu 10 Tagen warten kann), im Amazon Marketplace bei einem italienischen Händler 1969,94 Euro und für Ungeduldige bei Amazon selbst 3620,54 Euro. Für den Aufschlag von knapp 1900 Euro liefert Amazon dann aber auch schon am nächsten Tag. Die 1-TByte-Ausführung des DataTraveler Ultimate GT kostet laut Preisvergleichsdiensten bei seriösen Händlern ungefähr zwischen 850 und 920 Euro.

Wie die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen nach Hinweisen von Geprellten jetzt berichtet hat, werden allerdings USB-Sticks mit einer angeblichen Kapazität von 2 TByte derzeit auch “zuhauf auf großen Onlinemärkten wie Amazon und eBay oder dem China-Konkurrenten Aliexpress” angeboten. Im günstigsten Fall ist auf dem Speicherstick einfach bei weitem nicht so viel Speicherplatz wie angegeben.

Teilweise wurden die USB-Sticks aber vor der Auslieferung offenbar manipuliert, so dass Prüfsoftware sogar die versprochene, aber natürlich nicht tatsächlich vorhandene Speicherkapazität anzeigte. Überspielte Daten gingen dann verloren.

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen