Verbotene DVD-Kopiersoftware bleibt vorerst am Markt

Management

Der Streit zwischen der US-Filmindustrie und der Firma 321 Studios geht in die nächste Runde.

Der Streit zwischen der US-Filmindustrie und der Firma 321 Studios geht in die nächste Runde. Nachdem ein US-Gericht die DVD-Kopiersoftware des Unternehmens am Freitag verboten hat, will 321 Studios das Produkt leicht verändern und trotzdem weiterverkaufen. Hollywoods Kampf gegen Raubkopierer scheint noch lange nicht ausgestanden.
Die Produkte von 321 Studios erleichtern es den Verbrauchern, DVDs zu kopieren, indem sie den Kopierschutz, der in die Scheiben eingebaut ist, außer Kraft setzt. Die Software fördere nicht die DVD-Piraterie, sondern ermögliche es den Verbrauchern lediglich, Sicherheitskopien zum eigenen Gebrauch anzufertigen, verteidigt sich das Unternehmen. Im aktuellen Verfahren folgte die Richterin dieser Argumentation jedoch nicht und gab 321 Studios sieben Tage, um ‘DVD X Copy’ vom Markt zu nehmen.

321 Studios-Gründer und -Präsident Robert Moore will das Urteil jedoch nicht widerstandslos hinnehmen und hat bereits angekündigt, in Berufung gehen zu wollen – notfalls bis zum obersten Gericht der USA, dem Supreme Court. “Mit der Entscheidung vom Freitag senkt sich die Waagschale zu Ungunsten des Verbrauchers”, so Moore. Das sei der falsche Weg.

321 will seine Software zunächst noch sieben Tage zum Verkauf anbieten. Bis dahin wolle man versuchen, eine gerichtliche Erlaubnis zu bekommen, um die Software weiter zu vertreiben. Sollte das nicht gelingen, werde man ‘DVD X Copy’ wie gefordert vom Markt nehmen und durch eine neue Version ersetzen. Nach Angaben des Unternehmens wird die dann zwar die als illegal eingestuften Inhalte nicht mehr beinhalten – das Kopieren von DVDs wird sie aber weiter ermöglichen.