Kaufrausch in der Softwarebranche geht weiter

Management

Die großen Softwarekonzerne können den Hals derzeit offenbar nicht voll kriegen.

Die großen Softwarekonzerne können den Hals derzeit offenbar nicht voll kriegen.
So kündigten sowohl Oracle und Computer Associates den Zukauf kleinerer Softwarehäuser an und auch Siebel denkt laut über seine Wachstumsstrategie nach. Im Mittelpunkt stehen dabei – kaum verwunderlich – Zukäufe.

Gerade Oracle scheint seit Monaten im Kaufrausch. Die jetzt angekündigte Übernahmen des kleinen US-Softwarehauses Times Ten ist die vierte in diesem Jahr. Bereits im Einkaufskorb liegen Peoplesoft für 10,6 Milliarden Dollar, Retek für 670 Millionen Dollar und Oblix. Was Oblix gekostet hat ist genauso wenig bekannt wie der Preis für Times Ten. Diese Firma verkauft Hochleistungssoftware für Airlines, Banken, Telekommunikationsfirmen und andere Abnehmer.

Gleichzeitig hat sich Computer Associates das kalifornische Unternehmen Niku einverleibt. Kostenpunkt: 350 Millionen Dollar. Die Firma ist auf das Management von Informationstechnologie spezialisiert und bringt Großkunden wie Avon und Unilever mit in die Ehe. Niku hat weltweit 20 Niederlassungen und 290 Mitarbeiter.

In diesem munteren Fusionsreigen will auch Siebel nicht hinten anstehen. Der Konzern will seine Kosten quartalsweise um Millionenbeträge reduzieren, dazu ist eine Vereinfachung der Vertriebs- und Service-Organisation geplant. Zukäufe sollen diese “organische Wachstumsstrategie” ergänzen. Vor nicht all zu langer Zeit galt Siebel selbst als Übernahmekandidat für Oracle oder auch SAP. Siebel ging daraufhin in die Offensive und kündigte strategische Übernahmen an.