Die Briten geben am meisten Geld für ITK aus

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Innerhalb Europas können ITK-Hersteller am meisten mit britischen Behörden verdienen.

Innerhalb Europas können ITK-Hersteller am meisten mit britischen Behörden verdienen. Im Dreiländervergleich liegt Deutschland knapp dahinter und französische Behörden haben am seltensten die Spendierhosen an. Das behaupten die Analysten des Marktforschungsunternehmens Datamonitor und sie machen die Technikaufgeschlossenheit der britischen Behörden für die Mehrausgaben verantwortlich.
Demnach können Hersteller aus den lokalen Behörden in Großbritannien während der nächsten drei Jahre etwa 1,22 Milliarden Euro mehr als jetzt in Technik stecken, die nicht aus dem eigenen Haus kommt. In Deutschland verdienten externe Dienstleister und Hersteller mit den Behörden im Jahr 2004 etwa 2,4 Milliarden Euro, bis zum Jahr 2007 sollen sie 3,02 Milliarden Euro locker machen – das sind 0,8 Milliarden Euro mehr. Zwar hätte die Länderhoheit und eigene föderale IT-Bugets eine gewisse Auswirkung auf wachsende IT-Erneuerung und lokale Projekte, aber die IT-Ausgaben würden doch noch ziemlich beschnitten, sagen die Analysten.

Sie machen die immer noch in der deutschen Wirtschaft spürbaren Kosten der Wiedervereinigung für die knappen IT-Mittel verantwortlich. Aber aus Sicht der britischen Marktforscher sind immerhin 52 Prozent der örtlichen Behörden und Regierungsstellen in der Lage, wie vorgesehen bis Ende 2005 die Voraussetzungen für die bürgernahe IT-Initiative BundOnline zu erfüllen und ihre Informationen bereit zu stellen.

Die Franzosen haben laut Datamonitor großes Glück mit der zentralen Regierungsform, die in der Lage sei, große Projekte anzupacken und durchzusetzen. Gleichzeitig hindere diese Orientierung auf landesweite Projekte die lokalen Behörden daran, in ihre eigene, kleine IT zu investieren. Deshalb schätzen sie, dass Frankreich bis 2007 nur 2,02 Milliarden Euro für IT- und TK-Dienstleistungen ausgeben wird. Ein möglicher Grund für die geringeren Ausgaben könnte allerdings auch sein, dass die Städte Paris und München schon durch den Evaluierungsprozess zwischen Linux und Microsoft geringere Kosten erzielt haben.