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Safecount nennt sich eine neue Initiative, mit der Werbetreiber das gestörte Verhältnis zwischen Konsumenten und Marktforschern wieder einrenken wollen.

Safecount nennt sich eine neue Initiative, mit der Werbetreiber das gestörte Verhältnis zwischen Konsumenten und Marktforschern wieder einrenken wollen. Die Industriegruppe wird sich für Methoden der Datenerhebung stark machen, die auch von den Kunden akzeptiert werden, um, wie auf den Seiten der Initiative zu lesen ist, “einen kalten Krieg” zwischen den Gruppen zu verhindern.

Noch besteht das Projekt aus einer Mailing-Liste. Hier sollen anhand von Vorschlägen, die auch von Konsumenten kommen sollen, Richtlinien für die Werbetreibenden entworfen werden, die für beide Seiten zu einem befriedigenden Ergebnis und brauchbaren Daten führen. Die Initiative wird nicht von Unternehmen unterstützt, sondern ist ein Zusammenschluss von Profis aus dem Bereich.

“Wir sehen, dass sich viele Konsumenten von Marketing überrollt fühlen. Spam, Spyware und Viren schüchtern die Leute ein. Das Ergebnis ist eine technische Aufrüstung gegen Werbung und Datenerhebung”, wie Nick Nyhan und Cory Treffiletti, Gründer der Initiative gemeinsam erklären. Jetzt sei es für Werber und Marktforscher an der Zeit, eine Vorreiterrolle einzunehmen. Die beiden hoffen Bürgerorganisationen, Agenturen, Verlage und Software Vendors mit ins Boot zu bekommen.

Mittlerweile scheint die Industrie erkannt zu haben, dass immer mehr User einfach die Cookies löschen oder von vornherein ablehnen. Das sind kleine Textdateien, die beispielsweise für die Lokalisierung von Browsern und für die Erforschung von Nutzerverhalten eingesetzt werden. Ein New Yorker Software-Unternehmen weiß dies mit einer neuen Software zu verhindern, die gelöschte Cookies wieder restauriert. Und beim Thema Cookies will die Initiative auch als erstes ansetzen.