Geschäft mit .mobi-Domains brummt

Management

Die neue Domain-Endung ‘.mobi’ für Internetseiten ist seit Dienstag Nachmittag allgemein erhältlich – und bereits innerhalb der ersten 24 Stunden haben sich 75.000 Interessenten ihre Wunschadresse registrieren lassen.

Mit der Vergabe der neuen Domains soll die Nutzung mobiler Endgeräte für das Surfen im Internet gefördert werden. Kritiker halten dagegen die Einführung der neuen Domains für kostspielig und dem Betrug förderlich.

Viele Anbieter hätten die neuen Domainnamen lediglich registriert, um ihre Markenrechte zu schützen. In der ersten Phase der Domainvergabe – die Markeninhabern vorbehalten war – wurden mehr als 13.000 Domains registriert. Vom Unternehmen Mobile Top Level Domain (MTLD) heißt es dazu, man ergreife Maßnahmen, um Betrüger aufzuspüren.

“Betrügerische Registrierungen sind unglücklicherweise eine Realität für die meisten TLDs und Cyber-Squatting ist der Fluch von Markeninhabern weltweit”, schreibt MTLD in seinem Blog. Man habe deshalb die Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers angeheuert, das die .mobi-Registrierungen für rechtsgültig erklären soll. 

Der Preis für eine .mobi-Adresse sei zudem bewusst höher als für .eu oder .com angesetzt worden, um eben Cyber-Squatter von Spekulationen abzuhalten. Unter Cyber-Squattern versteht man Personen, die sich Domain-Namen reservieren lassen ohne sie selbst zu nutzen. Stattdessen spekulieren sie darauf, sie für möglichst viel Geld verkaufen zu können.

Inhaber der .mobi-Domains müssen ihre Webseiten so gestalten, dass der mobile Internet-Nutzer die Seiten schnell und einfach nutzen kann. So dürfen diese Angebote beispielsweise keine Pop-ups enthalten. Auch sollen sie möglichst nur auf andere Handy-taugliche Seiten verlinken.